Aktualisiert 16.02.2004 08:11

Manöver im Ausland?

Die Armee will ab 2008 Manöver mit bis zu 10 000 Soldaten im Ausland durchführen. Der Plan ist politisch umstritten.

«Ganze Brigaden sollen Einsätze auf ausländischen Truppenübungsplätzen absolvieren», bestätigte Martin Bühler, Sprecher des Verteidigungsdepartements, einen Bericht der «NZZ am Sonntag».

Dabei geht es um Manöver mit 7000 bis 10 000 Soldaten. Solche Grossübungen sind in der Schweiz aus Platzmangel und wegen Lärmproblemen nicht mehr möglich. Welche Staaten dafür in Frage kommen, ist noch unklar. Laut Bühler wird es sich nur um europäische Länder wie etwa Schweden handeln. Auch über die erwarteten Kosten besteht noch Unklarheit.

Der Armee-Plan ist bei Politikern aber umstritten: «Das ist absolut überflüssig, da solche Einsätze nicht nötig sind», so SP-Nationalrätin Barbara Haering. Friedensfördernde Einsätze im Ausland würden nie 10 000 Soldaten brauchen, und in der Schweiz gebe es keine entsprechende Bedrohung.

SVP-Nationalrat Ulrich Siegrist unterstützt hingegen solche Grossübungen im Ausland: «Es ist nicht sinnvoll, in der Schweiz eine eigene Infrastruktur dazu aufzubauen.» Dies käme teurer zu stehen als die Übungseinsätze im Ausland.

(SDA/csr)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.