Aktualisiert 02.09.2006 19:00

Maori lassen Zungenbrecher schützen

Was französischen Winzern - die sich Namen wie «Champagne», «Burgund» oder «Bordeaux» haben schützen lassen - recht ist, soll einem Ureinwohner Neuseelands jetzt nur billig sein.

Ross Scott, ein Maori aus der Nähe von Porangahau auf der neuseeländischen Nordinsel, hat bei den zuständigen Behörden Namensschutz für einen ganz besonderen Berg in seinem Besitz beantragt.

Wie die Zeitung «Hawke's Bay Today» berichtete, ist der Berg tatsächlich einzigartig - er trägt den längsten Namen der Welt: Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokai whenuakitanatahu.

Es liege im Interesse seines Stammes, diese schöne Bezeichnung vor unangemessener Verwendung zu schützen, sie sei immerhin ein «taonga» (Schatz) des Maori-Volkes, argumentierte Scott vor dem Waitangi-Gericht, einer Regierungsbehörde für Angelegenheiten der Ureinwohner.

Übersetzt bedeutet der Name: «Der Vorsprung des Berges, wo Tamatea, der Mann mit den grossen Knien, der rutschte, kletterte und die Berge verschlang und der durch das Land reiste, für seine Liebste Flöte spielte.»

(sda)

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