«Platz des himmlischen Friedens»: Maos Machtzentrum

Aktualisiert

«Platz des himmlischen Friedens»Maos Machtzentrum

Der «Platz des himmlischen Friedens» (Tiananmen), mit dessen Namen die Erinnerung an das Massaker von 1989 verbunden ist, erhielt sein jetziges Ausmass von über vier Quadratkilometern Mitte der Fünfzigerjahre.

Damals wurde seine Fläche vervierfacht und die ursprüngliche T- Form in ein gigantisches Rechteck verwandelt. Während der «Grossen Proletarischen Kulturrevolution» 1966-69 kamen bis zu einer Million Menschen auf dem Platz zusammen, um Mao Zedong zu huldigen.

Am über 500 Jahre alten «Tor des Himmlischen Friedens», dem südlichen Hauptportal des einstigen Kaiserpalastes, der Verbotenen Stadt, prangt auch heute das überlebensgrosse Porträt des kommunistischen Partei- und Staatsgründers. Vom Tor aus hatte Mao am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China proklamiert.

An der Westseite des Platzes liess Mao 1958 die «Grosse Halle des Volkes» errichten, in der die Sitzungen des Nationalen Volkskongresses und Grossveranstaltungen der Kommunistischen Partei stattfinden.

Die Ostseite ist flankiert vom «Museum der Revolutionen des chinesischen Volkes». Im Süden liegt Maos Leichnam in einem 1977 in nur zehn Monaten Bauzeit fertiggestellten Mausoleum. In der Mitte des Platzes steht ein Obelisk, das «Denkmal der Volkshelden.»

(sda)

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