Es geht ums Erbe : Maradona-Frauen zicken um das neue Baby
Aktualisiert

Es geht ums Erbe Maradona-Frauen zicken um das neue Baby

Seit Diego Maradona die Schwangerschaft seiner neuen Freundin bekanntgegeben hat, ist in der Familie die Hölle los: Die Töchter drohen dem Vater, das Kind nicht anzuerkennen, die Freundin holt sich einen Anwalt, die Ex will klagen.

von
Karin Leuthold
Da war die Welt noch in Ordnung: Diego Maradona 2008 am Filmfestival Cannes mit seiner Ex-Frau Claudia Villafañe und den Töchtern Dalma und Giannina.

Da war die Welt noch in Ordnung: Diego Maradona 2008 am Filmfestival Cannes mit seiner Ex-Frau Claudia Villafañe und den Töchtern Dalma und Giannina.

Ein Kind! Das ist in den meisten Fällen in einer Familie ein Grund zur Freude - ausser man heisst Maradona. Denn seit Fussballgott Diego die Schwangerschaft seiner neuen Lebensgefährtin Verónica Ojeda verkündete, liefern sich die Frauen der Familie einen wahren Zickenkrieg.

Angefangen hat Dalma Maradona, die älteste Tochter. Als Mitte September erstmals über ein Maradona-Baby in den Medien gemunkelt wurde, reagierte die 25-Jährige mit einem verbitterten Eintrag auf Twitter: «Ich werde mich nur äussern, wenn es nötig ist. Ich hoffe, es ist es nicht!», schrieb sie. Offenbar hatte ihr Vater die Bombe familienintern noch nicht platzen lassen. Doch Dalmas Hoffnungen wurden nur wenige Tage später durch die Bestätigung der Schwangerschaft zerstört.

Maradona und die Hand Gottes

Das legendäre Hand-Goal von Diego Maradona gegen England. (Quelle: YouTube)

Keiner will, dass es einen neuen Maradona gibt

Ähnlich verärgert reagierte die jüngste Tochter. Ihren Groll äusserte sie nicht öffentlich, doch ihre Wut soll so weit gegangen sein, dass gar ihre Beziehung zum argentinischen Natispieler und Manchester-City-Stürmer Sergio «Kun» Agüero darunter gelitten habe. Dieser hatte spontan mit Freude auf die Nachricht reagiert, als britische Sportjournalisten ihn danach fragten. Das passte Giannina Maradona ganz und gar nicht. Eine Woche später reiste sie mit dem gemeinsamen Sohn Benjamin aus Manchester ab.

Aus Italien meldete sich ebenfalls Maradonas nicht anerkannter Sohn, Diego Sinagra: «Ich freue mich sehr über diese Schwangerschaft, aber kann mir jemand erklären, wie er ein Kind grossziehen will, wenn er nicht den Mut hat, diejenigen, die er schon hat, anzuerkennen?», schrieb er auf seinem Facebook-Profil.

Drohungen hin, Dementi her

Am Freitag ging der Zickenkrieg in die nächste Runde: Argentinische Medien meldeten, die Hand Gottes habe sich von seiner Partnerin getrennt. Daran seien die Töchter und die Ex-Frau Claudia Villafañe schuld: Sie sollen Diego verboten haben, dem Kind den Nachnamen Maradona zu geben. Unter Druck habe der Fussballer sich schliesslich damit einverstanden erklärt.

Verónica Ojeda dementierte über ihren Anwalt die Trennung. Sie liess verlauten, dass sie damit gut leben könne, wenn das Kind nicht Maradona heisse. «Es ist ein Kind der Liebe, und Liebe ist das Wichtigste», sagte Anwalt Alberto Domínguez gegenüber der Presse. «Wenn es Ojeda heissen muss, damit künftige Streitereien in der Familie Maradona vermieden werden, dann hat meine Mandantin kein Problem damit.»

Es geht wohl um Geld

Die Antwort der Maradona-Frauen kam umgehend. In einem Communiqué an die Medien schrieben sie: «Wir haben uns nie in die privaten Angelegenheiten (von Diego Maradona) eingemischt und werden es auch in Zukunft nicht tun.» Am Schluss droht der Text allerdings: «Wir verbieten allen, unseren Namen im Zusammenhang mit Maradonas Privatleben und persönlichen Entscheidungen zu benutzen. Andernfalls werden juristische Schritte eingeleitet.»

Offenbar geht es beim Namen Maradona um viel Geld. Das nächste Kapitel in dieser Soap-Opera wird bestimmt schon bald geschrieben werden.

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