Kritik: Maradona schiesst scharf gegen Messi
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KritikMaradona schiesst scharf gegen Messi

Lionel Messi im Argentinien-Shirt ist Diego Maradona ein Dorn im Auge. Das Idol lässt kein gutes Haar am viermaligen Weltfussballer.

von
heg
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Diego Maradona, hier als Trainer der argentinischen Nationalmannschaft an der WM 2010, kritisiert Lionel Messis Leistungen im Nationalteam scharf.

Diego Maradona, hier als Trainer der argentinischen Nationalmannschaft an der WM 2010, kritisiert Lionel Messis Leistungen im Nationalteam scharf.

AP/Matt Dunham
Messi verlor mit Argentinien den Final der Copa América gegen Chile und schoss in sechs Spielen nur ein Tor.

Messi verlor mit Argentinien den Final der Copa América gegen Chile und schoss in sechs Spielen nur ein Tor.

AP/Luis Hidalgo
An der WM 2014 musste Messi mit Argentinien ebenfalls als Finalverlierer vom Platz.

An der WM 2014 musste Messi mit Argentinien ebenfalls als Finalverlierer vom Platz.

epa/Marcus Brandt

Argentinien scheint keine Titel mehr gewinnen zu können. Vor einem Jahr der verlorene WM-Final gegen Deutschland (0:1 n. V.), nun die Endspiel-Niederlage in der Copa América gegen Chile (1:4 n.P.).

Argentiniens Idol Diego Maradona sieht in diesen Pleiten auch Lionel Messi als Schuldigen. «Wir haben den besten Fussballer der Welt, der gegen Real Sociedad viermal trifft, aber nicht einmal den Ball berührt, wenn er für die Nationalmannschaft spielt. Da fragt man sich: ‹Verdammt, bist du Argentinier oder Schwede?›», wettert der Weltmeister von 1986 in einem Interview mit der Sporttageszeitung «Ole».

«Messi soll wie jeder andere behandelt werden»

Messi, der für Barcelona Tore am Laufmeter schiesst und Titel um Titel sammelt, traf an der Copa América in sechs Spielen nur einmal. Das ist Maradona zu wenig. Deshalb soll die Nummer zehn nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. «Jene, die sagen, man müsse ihm schmeicheln, gehen mir auf die Eier. Messi soll behandelt werden wie jeder andere Spieler auch, der das Trikot der Nationalmannschaft trägt.»

Die argentinische Ikone lässt zwar ordentlich Dampf ab, will das Theater um den Superstar aber nicht unnötig aufbauschen. «Messi hat niemanden vergewaltigt oder getötet. Wir müssen die Sache nicht grösser machen, als sie ist.» Einen Appell an die Nationalspieler hat Maradona auch noch: «Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, immer nur Zweiter zu werden.»

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