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Diego Maradonas TodJetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Hätte der verstorbene Diego Maradona gerettet werden können? Sein Anwalt Matias Morla erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ärzte.

von
Katja Fässler
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«Dass Ambulanzen mehr als eine halbe Stunde brauchen, ist kriminelle Idiotie», schreibt Maradonas Anwalt nach dessen Tod auf Twitter.

«Dass Ambulanzen mehr als eine halbe Stunde brauchen, ist kriminelle Idiotie», schreibt Maradonas Anwalt nach dessen Tod auf Twitter.

Reuters
«Ambulanz brauchte viel zu lange»: Diego Maradonas Anwalt kritisiert Notärzte scharf.

«Ambulanz brauchte viel zu lange»: Diego Maradonas Anwalt kritisiert Notärzte scharf.

Reuters
Maradona erlitt einen Herzinfarkt. Dies gab sein Anwalt am Mittwoch bekannt.

Maradona erlitt einen Herzinfarkt. Dies gab sein Anwalt am Mittwoch bekannt.

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Kurz nach dem Tod von Ex-Fussballstar Diego Maradona werden Vorwürfe laut. Maradonas Anwalt Matias Morla schreibt auf Twitter. «Dass Ambulanzen mehr als eine halbe Stunde brauchen, ist kriminelle Idiotie». Er bezieht sich dabei auf einen Bericht der Bezirksanwaltschaft von San Isidro. Und weiter: «Es ist unerklärlich, dass mein Freund 12 Stunden lang keine Aufmerksamkeit bekam und das zuständige Personal ihn nicht untersucht hat». Morla fordert eine genaue Untersuchung.

Inzwischen hat sich auch die Staatsanwaltschaft eingeschalten. Man prüfe laut der Nachrichtenagentur AFP, ob es mögliche Behandlungsfehler des medizinischen Personals gebe. Das müsse aber laut argentinischen Justizkreisen nicht bedeuten, dass jemand verdächtigt werde, sondern gehe darauf zurück, dass Maradona zuhause starb.

Arzt kritisiert Familie

Derweil attackierte Alfredo Cahe, der frühere Leibarzt des einstigen Fussball-Stars, Maradonas Familie. Nach seiner Gehirn-OP am 3. November, bei der dem Argentinier ein Blutgerinnsel entfernt worden war, hätte Maradona länger im Krankenhaus bleiben sollen, prangerte Cahe an. Stattdessen war die Fussball-Ikone auf eigenen Wunsch am 11. November entlassen worden. «Seine Familie hat sich nicht richtig um ihn gekümmert», so der Arzt.

Ausserdem sei besprochen gewesen, dass sich ein Defibrilator im Haus befinden sollte, doch der fehlte offenbar. «Aufgrund der Situation, in der er sich befand, hätte er einen Arzt bei sich haben sollen», so Cahe.

Der 60-jährige Maradona starb am Mittwoch infolge eines Herzinfarktes.

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