Aktualisiert 19.12.2006 19:13

Marat Safin holt für Russland den Daviscup

Russland hat zum zweiten Mal nach 2002 und zum ersten Mal vor heimischer Kulisse den Daviscup gewonnen. Matchwinner war Marat Safin, der das entscheidende Einzel gegen José Acasuso 6:3, 3:6, 6:3 7:6 (7:5) gewann.

Ausgerechnet der unberechenbare Safin sorgte so für den Triumph des Favoriten. Am ersten Tag war er gegen David Nalbandian noch absolut chancenlos geblieben, danach zeigte er aber eine beeindruckende Reaktion: Im Doppel führte er Dimitri Tursunow zu einem unerwartet deutlichen 6:2, 6:3, 6:4 gegen Agustin Calleri/Nalbandian, am Sonntag hielt er dann auch der Belastung als Favorit gegen Acasuso stand, der Juan Ignacio Chela vorgezogen worden war. Mit Ausnahme einer leichten Schwäche im zweiten Satz blieb Safin stets konstant und verwertete nach 171 Minuten seinen zweiten Matchball.

Den Russen gelang damit eine Premiere, nachde sie die beiden ersten Heimsfinals 1994 und 1995 als Verlierer beendet hatten. Die Finalbilanz der Argentinier lautet nun 0:2, nachdem sie bereits vor einem Vierteljahrhundert in den USA unterlegen waren.

Im vierten Spiel hatte David Nalbandian einmal mehr gezeigt, dass auf ihn im Landesdress in wichtigen Situationen Verlass ist. Der "Stier aus Cordoba" liess dem zu fehlerhaften Vielspieler Nikolai Dawydenko in dessen 98. Partie des Jahres in 2:39 Stunden keine Chance und erfüllte so seine Einzelpflicht mit zwei Siegen. Insgesamt weist Nalbandian heuer für Argentinien eine 8:2-Bilanz aus.

(si)

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