Schwimmen: Marathon-Hitzeschlacht in Schanghai
Aktualisiert

SchwimmenMarathon-Hitzeschlacht in Schanghai

Am Schlusstag der Open-Water-Wettkämpfe an der WM in Schanghai triumphierten in der Hitzeschlacht über 25 km der Bulgare Petar Stoitschew und die Brasilianerin Ana Marcela Cunha. Damit gab es in China in den sieben Rennen Sieger aus sieben verschiedenen Nationen.

Zum Ende der Wettkämpfe wurde den Langstrecken-Schwimmern alles abverlangt. Wegen den hohen Luft- und vor allem Wassertemperaturen wurde der Rennstart auf 6.00 Uhr vorverlegt. Zu diesem Zeitpunkt war die vom Weltverband FINA erlassene, höchstens zulässige Grenzmarke von 31 Grad Celsius Wassertemperatur ganz knapp noch nicht erreicht worden. Während des über fünfstündigen Rennens erhitzte sich das Wasser aber auf über 32 Grad.

Auch an Land wurden im Schatten mehr als 32 Grad gemessen und dies bei 68 Prozent Luftfeuchtigkeit. Rund die Hälfte des ursprünglich gemeldeten Feldes verzichtete deshalb auf einen Start oder musste den Wettkampf aus gesundheitlichen Gründen abbrechen.

Deutschland top

Erfolgreichste Nation am Strand von Jinshan war Deutschland mit je einmal Gold und Bronze sowie zweimal Silber. Dank dem sensationellen Triumph der Genferin Swann Oberson am Freitag über 5 km gehörte die Schweiz als Vierte in der Medaillenwertung auf der Langstrecke für einmal auch zu den Topnationen. Ebenfalls von grosser Bedeutung war Obersons 9. Rang über die olympische Distanz von 10 km, womit sie sich einen der zehn Quotenplätze für London 2012 sicherte. (si)

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