Reto Schäppi: Marathonmann hat nach 91 Spielen nicht genug
Aktualisiert

Reto SchäppiMarathonmann hat nach 91 Spielen nicht genug

Schon 91 Spiele hat Reto Schäppi diese Saison absolviert. So viele wie kein anderer in der Nati. Trotzdem glaubt der Stürmer, dass er frisch ist.

von
Marcel Allemann

Schäppi hat in dieser Saison sämtliche 50 Spiele der Qualifikation sowie 18 Playoff-Partien für die ZSC Lions bestritten. Daneben stand er für seinen Club auch noch in zehn Partien der Champions Hockey League und zwei Matches des Schweizer Cups im Einsatz. Das ergibt dann allein schon 80 Spiele auf Vereinsebene.

Dazu kommen elf Länderspiele. Vier davon bestritt Schäppi an den Olympischen Spielen in Pyeongchang, drei am Spengler-Cup und noch vier weitere in Testspielen. Insgesamt hat der ZSC-Stürmer somit bereits 91 Spiele in den Beinen. So viele wie keiner im Nationalteam.

Schäppi nähert sich der 100-Spiele-Marke

Kommt Schäppi nun auch noch in allen sieben Gruppenspielen der am Freitag beginnenden WM (die Schweiz hat ihr erstes Spiel am Samstag gegen Österreich) zum Einsatz, würde er seinen Partien-Saldo auf 98 hochschrauben. Und wenn sich die Schweiz für die Halbfinals qualifizieren sollte, würde der Mann aus Wallisellen auch noch die 100er-Marke knacken.

Verrückte Zahlen. Doch der Marathonmann sagt, dass er sich körperlich noch immer gut fühlt. «Ich bin nicht der Spielertyp, der auf eine Eiszeit von 20 Minuten pro Spiel kommt, bei mir sind es jeweils so 12 bis 15 Minuten», erklärt der 27-Jährige. Das mache schon einen Unterschied. «Ich glaube, ich kann schon noch. Vor allem, wenn es dann wieder ernst gilt, kann man die Kräfte mobilisieren.»

Mentaler Faktor ist die grösste Herausforderung

Schäppi sagt auch, dass er seinem Körper nicht anmerkt, dass er schon 20 Spiele mehr bestritten hat als Anfang Mai des letzten Jahres. «Körperlich fühle ich mich wie zur selben Zeit vor der WM im letzten Jahr, es geht mir gut. Aber mental ist es zweifellos ein Unterschied, nachdem der Final und die Erlösung mit dem Meistertitel lediglich ein paar Tage zurückliegen.» Für Schäppi ist es daher die grösste Herausforderung, die Spannung wieder aufzubauen.

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