Aktualisiert 16.02.2005 14:24

«Finding Neverland»Marc Forster überzeugt erneut

Nach «Monster's Ball» gelang dem Bündner Regisseur Marc Forster erneut ein starker Film mit Starbesetzung.

Der Streifen erzählt die Entstehungsgeschichte des Kinder-Klassikers «Peter Pan». Der Erfinder des legendären Buben, der nicht erwachsen werden möchte und sich dabei in seine Fantasiewelt Neverland flüchtet, hiess J. M. Barrie und lebte um die Jahrhundertwende in England. Im Film wird er von Johnny Depp dargestellt.

Barrie lernt bei seinen täglichen Spaziergängen im Park die verwitwete Sylvia (Kate Winslet) und ihre vier Buben kennen. Barrie schlüpft in eine Art Vaterrolle und verbringt mit den Jungen fortan die Nachmittage. Diese inspirieren ihn zu einem Bühnenstück, das unter dem Titel «Peter Pan» aufgeführt wird.

Für die Schweiz ist Marc Forster ein Glücksfall: Er ist wohl der erste Regisseur mit Schweizer Herkunft, der mit so vielen (US-)Stars zusammenarbeitet. Neben Johnny Depp und Kate Winslet spielen in Forsters Film auch noch Dustin Hoffmann und Julie Christie mit.

«Finding Neverland» überzeugt mit solidem technischem Handwerk (mit der Kamera hätte man allerdings ein wenig ideenreicher umgehen können). Das Drama trifft eine gewisse Gefühlsebene exakt, ohne zu kitschig zu sein: Der Film ist von einer feinen Sentimentalität, die wirklich berührt. Zudem liegt die Qualität von Forsters Film auch darin begründet, dass jeder Millimeter Filmmaterial optimal ausgenützt worden ist – Überflüssiges ist also nicht auszumachen. Und Johnny Depp ist ohnehin eine Klasse für sich.

In den USA hat «Finding Neverland» den Kritikerpreis gewonnen und läuft auch in den Kinos mit Erfolg.

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