«Switzerland Connected»Marc Sway und Bligg, sieht so die Zukunft der Livekonzerte aus?

Aktuell sind Livegigs im klassischen Sinn nicht möglich. Swisscom präsentiert am Montagmorgen mit «Switzerland Connected» eine Online-Alternative.

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Montag, 4.1.2021

Zusammenfassung

Alright: Für einen Konzert-Livestream, wie es ihn in der Schweiz so noch nicht gab, treten am Mittwoch nächste Woche, 13. Januar, um 18 Uhr acht Acts zusammen auf – und zwar an fünf verschiedenen Orten.

Bligg und Marc Sway aka Blay spielen in Zürich, Andryy und Ben Pavlo in Klosters, Flavié Lea und Mogli in Veytaux am Genfersee, Joel und Miss Kryptonite in Bern und Make Plain in Bellinzona. Die Band von Blay begleitet das Duo derweil von Volketswil aus, wo auch die Regie für diese Show sitzt.

Dafür, dass dabei nicht die üblichen Verzögerungen (Latenzen) auftreten, die es sonst bei Internet-Liveschaltungen (also auch Videocalls oder Instagram-Livestreams), will Swisscom sorgen, die das Projekt «Switzerland Connected» auf die Beine gestellt hat.

Die Show gibts am 13. Januar gratis im Stream via swisscom.ch/switzerlandconnected sowie auf Youtube und dem TV-Sender Blue Zoom.

Die Medienkonferenz ist beendet

Wir fassen dann mal zusammen. Du liest die Summary in wenigen Minuten hier.

Was bringt das Projekt?

Die Redaktion Tamedia will wissen, welchen Einfluss «Switzerland Connected» auf das zukünftige Vorgehen von Swisscom hat.

«Das Experiment wird zeigen, ob sowas funktionieren kann, wie gut das geht und ob man das auch in Zukunft noch nutzen wird», so Wierzbitzki. Dabei würden «fast alle Technologien, die wir haben», zum Einsatz kommen: normales Kabel, Glasfaser, mobiles Internet über 4G und 5G.

Engere Zusammenarbeit «dank» der Pandemie

Im Fragen-Chat will jemand wissen, ob Corona dafür gesorgt hat, dass Bligg und Marc Sway zusammenspannen – so, wie es gerade Faber und Sophie Hunger getan haben.

«Uns gibt es ja schon länger», sagt Marc Sway, «aber jetzt hatten wir wirklich Zeit. Unsere Lebenspartnerinnen sind sehr froh, dass wir dieses gemeinsame Projekt haben, so hocken wir nicht einfach zuhause.»

Bligg: «Wir hatten die Idee schon lange, aber unsere jeweiligen Termine liessen das nie wirklich zu. In der Pandemie hatten wir plötzlich keine Termine mehr.»

Kostet das Konzert am 13. Januar «Eintritt»?

Nope, wie die Swisscom gerade bestätigt. Wo du die Show schauen kannst, listen wir gleich nach der Medienkonferenz hier auf.

Das Live-Feeling

«Radio Zürisee» will wissen, wie sehr Blay normale Livegigs vermissen. Marc Sway: «Ich vermisse es sehr. Wir vermissen es sehr. Die meisten Leute vermuten, dass wir den Applaus am meisten vermissen. Die Tat und Wahrheit aber ist, dass wir die Interaktion am meisten vermissen. Wir haben seit Monaten unsere Mitmusiker*innen nicht mehr gesehen, stehen nicht mehr auf einer Bühne. Dieses Projekt ersetzt das Gefühl nicht, zusammen in einem Raum zu sein – aber es ist spannend.»

Fragerunde

Zugeschaltete Journalist*innen dürfen nun Fragen stellen.

5G

Swisscom-Wierzbitzki hofft, mit neuen Netz-Technologien wie 5G ein verzögerungsfreies Online-Livekonzert zu schaffen.

Die Tücken einer Videocall-Medienkonferenz

Swisscom-Mediensprecherin Annina Merk hat sich gerade versehentlich stummgeschaltet und ein Weilchen gesprochen. Hoffen wir, dass am 13. Januar beim Online-Konzert niemand den Mute-Button hittet.

Flavie Léa

Acht Künstler*innen werden am 13. Januar bei «Switzerland Connected» auftreten, erklärt Flavie Léa, eine der teilnehmenden Musiker*innen. Blay spielen im Zürcher Volkshaus, die Regie sitzt in Volketswil.

Marc Sway und Bligg aka Blay

Blay werden ihren ersten gemeinsamen Song «Denkmal» am 13. Januar erstmals zusammen performen. Marc: «Wir müssen zu 100 Prozent synchron sein. Wir werden online vereint sein, obwohl wir nicht am selben Ort sind.»

Bligg: «Wir fiebern diesem Moment entgegen. Wir freuen uns, unseren Fans endlich mal wieder etwas Live-Feeling zu liefern.»

Schafft das Netz das?

Das Ziel von Swisscom sei es, zu testen, ob das Netz es ermöglicht, sowas wirklich synchron hinzubekommen, also ohne die üblichen Verzögerungen, die Liveschaltungen übers Internet sonst mit sich bringen.

Ein gemeinsamer Song – dezentral eingespielt

«Eine Band, die an einem Ort spielt und live übertragen wird, das kann jeder», fährt er fort. Darum wollen sie mit «Switzerland Connected» dezentral, also an verschiedenen Standorten, gleichzeitig performen und singen – und das live übertragen.

«Musik ist ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis»

«Die Musik ist ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis», sagt Dirk Wierzbitzki von Swisscom. Livekonzerte seien momentan aber physisch nicht möglich und genau da wolle Swisscom ansetzen.

Darum gehts in der heutigen Online-Medienkonferenz

The Rona hat die Livemusik-Szene und -Branche vor rund zehn Monaten heftig zu Boden gegrätscht. Seither haben Künstler*innen Livestreams aufgesetzt, Wohnzimmergigs gespielt und sind an, äh, Pedalo-Festivals aufgetreten.

Swisscom will nun die nächste Stufe des socially distanced Showbusiness zünden und stellt am Montagmorgen ein Konzept vor, bei dem die Acts an verschiedenen Orten spielen und trotzdem simultan und synchron live übertragen werden.

«Switzerland Connected» steigt am Mittwoch nächste Woche, 13. Januar, um 18 Uhr unter anderem mit Bligg und Marc Sway aka Blay sowie der in London lebenden Schweizer Singer-Songwriterin Flavie Léa.

Die drei nehmen an der heutigen Videocall-Medienkonferenz teil, ebenso Dirk Wierzbitzki, Mitglied der Konzernleitung Swisscom und Veranstalter Fabian Frauenfelder. Dazu gibts ein Videostatement von Sandra Cortesi, Expertin für digitale Medien und Direktorin «Youth and Media», Berkman Klein Center for Internet & Society, Harvard University.

22 Kommentare
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Phil Collins

05.01.2021, 12:28

Wer ist Marc Sway und wer Bligg??? Muss man die kennen?? Sicher durchschnittlich Regionale Sänger mit viel Vitamin B, die für alles und jeden Werbung machen für Geld wie R.F.

der Marc Sway

05.01.2021, 09:23

ist als Sänger eher durchschnittlich, mit einem leichten Hang zum lisble.

klicke nicht rein

04.01.2021, 12:34

Diese Musik ist auch passée