«Zweifelsfrei identifiziert»: Marcel H. im Mordfall Herne (D) gefasst
Aktualisiert

«Zweifelsfrei identifiziert»Marcel H. im Mordfall Herne (D) gefasst

Im Fall um den ermordeten Neunjährigen hat sich der Verdächtige Marcel H. der Polizei gestellt – und ausgesagt. In einer Wohnung wurde eine weitere Leiche gefunden.

von
mch
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Marcel H. stellt sich: Polizisten der Spurensicherung untersuchen in Herne eine blutige Matratze. (9. März 2017)

Marcel H. stellt sich: Polizisten der Spurensicherung untersuchen in Herne eine blutige Matratze. (9. März 2017)

Keystone/AP/Roland Weihrauch
Marcel H. hat der Polizei einen Brand in einem Wohnhaus in Herne gemeldet. Hier wird später ein Toter gefunden. (9. März 2917)

Marcel H. hat der Polizei einen Brand in einem Wohnhaus in Herne gemeldet. Hier wird später ein Toter gefunden. (9. März 2917)

Keystone/AP/Roland Weihrauch
Marcel H. gibt sich in einer Imbissbude zu erkennen und wird dort von der Polizei festgenommen: Forensiker untersuchen eine Wohnung. (9. März 2917)

Marcel H. gibt sich in einer Imbissbude zu erkennen und wird dort von der Polizei festgenommen: Forensiker untersuchen eine Wohnung. (9. März 2917)

Keystone/AP/Roland Weihrauch

Die Fahndung nach einem mutmasslichen Kindermörder in Deutschland hat ein tragisches Ende genommen: Der gesuchte Mann wurde am Donnerstag festgenommen, in einer Wohnung fand die Polizei eine weitere Leiche. «Er hat sich in der Nacht bei der Polizei zur Sache eingelassen», sagte heute der Bochumer Oberstaatsanwalt Paul Jansen.

Der Mann hatte sich am Abend in einem Imbiss in Herne als der Gesuchte zu erkennen gegeben. Daraufhin wurde die Polizei gerufen und er liess sich festnehmen. Der Festgenommene sei zweifelsfrei identifiziert, teilte die Polizei in Dortmund am späten Donnerstagabend mit.

Der Verdächtige befinde sich im Polizeigewahrsam. Er habe von sich aus den Hinweis auf ein Feuer gegeben. Am Ort des Brandes sei eine weitere Leiche gefunden worden. Die Polizei hatte zunächst von zwei Toten in der Wohnung gesprochen, berichtigte diese Angaben jedoch später.

Drei Tage flüchtig

Anwohner des brennenden Hauses reagierten entsetzt. Sie verspüre zwar Erleichterung, sagte eine 34 Jahre alte Frau. Aber: «Mich macht es traurig, dass er es überhaupt geschafft hat, drei Tage nicht gefunden zu werden.» Die Ermittler hatten nach dem 19-jährigen Marcel H. als mutmasslichem Mörder gesucht. Polizeihubschrauber, Spürhunde und ein Grossaufgebot waren im Einsatz.

Der als Einzelgänger geltende H. steht im dringenden Verdacht, den neunjährigen Nachbarsjungen am Montagabend im Keller eines Reihenhauses in Herne erstochen zu haben. Anschliessend verlor sich die Spur des 19-Jährigen, der sich mit seiner Tat im sogenannten Darknet gebrüstet haben soll. Nach Angaben der Polizei verbreitete er nach der Mordtat Fotos im Internet, die ihn blutverschmiert neben dem toten Kind zeigen. Nach der Bluttat soll er Suizidabsichten angedeutet haben. Bei der Polizei gingen mehr als 1400 Hinweise zum Aufenthaltsort des Gesuchten ein. (mch/afp)

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