Marcel Kollers Bochum vom 0:2 zum 4:3
Aktualisiert

Marcel Kollers Bochum vom 0:2 zum 4:3

Marcel Kollers VfL Bochum hat in der deutschen Bundesliga einen schönen Erfolg gefeiert: Die abstiegsgefährdete Truppe besiegte am Freitag Eintracht Frankfurt (mit den Schweizern Benjamin Huggel und Christoph Spycher) nach einem frühen 0:2-Rückstand noch mit 4:3.

Bochum kam im Prolog der 13. Bundesliga-Runde zum zweiten Heimsieg. Das Team von Trainer Marcel Koller schlug Frankfurt (mit Spycher und Huggel) trotz eines 0:2-Rückstandes nach fünf (!) Minuten noch 4:3 und rückte zumindest für einen Tag über den Trennstrich.

Bis zur 28. Minute schien der VfL Bochum auf dem Weg in die nächste Enttäuschung; nur fünf Minuten hatte es nämlich gedauert, bis die Frankfurter den Aufsteiger dank zwei Toren von Albert Streit mitten in die nächste Verzweiflung gestossen hatten. Eine Reaktion der Bochumer auf den Fehlstart blieb minutenlang aus. Doch dann sah Frankfurts Mazedonier Aleksandar Vasakoski wegen einer Notbremse die Rote Karte und innerhalb von 18 Minuten schossen die Bochumer in Überzahl durch Zvjezdan Misimovic (28.), Marcel Maltritz (33.), Heiko Butscher (35.) und Theofanis Gekas (46.) die vier Tore zum Sieg.

Eintracht-Doppeltorschütze Streit sprach danach deutliche Worte: «Ich habe einen ganz dicken Hals. Wir verlieren hier durch eigene Dummheit. Bochum war am Boden und ist von den eigenen Fans ausgepfiffen worden. Und wir bringen sie durch eigene Fehler wieder ins Spiel». Besonders in die interne Kritik geraten dürfte Innenverteidiger Vasokoski; er sah schon zum dritten Mal in dieser Saison die Rote Karte. Das hatte vor ihm in der Geschichte der Bundesliga in den ersten 13 Runden noch kein Spieler geschafft.

Bochum - Eintracht Frankfurt 4:3 (3:2)

Ruhrstadion. - 21 260 Zuschauer.

Tore: 1. Streit 0:1. 5. Streit 0:2. 29. Misimovic (Foulpenalty) 1:2. 33. Maltritz 2:2. 35. Butscher 3:2. 46. Gekas 4:2. 56. Amanatidis 4:3.

Bemerkungen: Bochum ohne Pallas (gesperrt), Frankfurt mit Spycher und Huggel. 28. Rote Karte gegen Vasoski (Frankfurt) wegen einer Notbremse.

Rangliste: 1. VfB Stuttgart 12/24. 2. Werder Bremen 12/23 (31:16). 3. Schalke 04 12/23 (19:13). 4. Bayern München 12/20. 5. Arminia Bielefeld 12/19. 6. Hertha Berlin 12/18 (21:17). 7. Borussia Dortmund 12/18 (16:13). 8. Wolfsburg 12/17. 9. Energie Cottbus 12/16 (14:14). 10. Eintracht Frankfurt 13/16. 11. Bayer Leverkusen 12/15. 12. Nürnberg 12/14 (14:12). 13. Alemannia Aachen 12/14 (18:22). 14. Borussia Mönchengladbach 12/13. 15. VfL Bochum 13/12. 16. Hamburger SV 12/10 (11:15). 17. Hannover 96 12/10 (11:22). 18. Mainz 12/8.

Beckenbauer als Bayern-Präsident wiedergewählt

Franz Beckenbauer wurde bei der Jahreshauptversammlung von Bayern München wie erwartet als Präsident des deutschen Meisters wiedergewählt. Der «Kaiser» geht somit in seine fünfte Amtsperiode. Er ist seit 1994 Präsident der Bayern. «Herzlichen Dank für dieses Vertrauen», sagte Beckenbauer nach seiner Wiederwahl und kündigte an, sich in Zukunft wieder mehr um den Verein zu kümmern. Wie Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge zuvor verkündet hatte, wird zu Ehren Beckenbauers im kommenden August der «Franz-Beckenbauer-Cup» eingeführt. Mit 204,7 Mio. Euro hat der deutsche Rekordmeister den höchsten Umsatz seiner Geschichte gemacht und durchbrach als erster Fussballverein in Deutschland die Marke von 200 Millionen Euro.

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