Autokrise: Marchionne wirbelt Chrysler durcheinander
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AutokriseMarchionne wirbelt Chrysler durcheinander

Fiat-Chef Sergio Marchionne, neuer starker Mann bei Chrysler, räumt beim drittgrössten amerikanischen Autobauer um: Einerseits wird Dodge in zwei Sparten aufgeteilt, andererseits werden die Führungskräfte ausgetauscht.

Die Marke Dodge wird aufgeteilt in eine PW-Sparte (Dodge Car) und eine Pickup-Sparte (Dodge Ram). Mit der neuen Struktur soll der einzigartige Charakter der Dodge-Fahrzeuge geschützt und weiterentwickelt werden, sagte Marchionne laut Mitteilung.

Gleichzeitig erhalten die Marken Chrysler und Dodge neue Führungskräfte. Fred Diaz, bisher Leiter des Denver Business Center, soll den Angaben zufolge künftig die Marke Dodge Ram leiten. Zum Chef der Dodge-Car-Sparte wurde Ralph Gilles berufen, der weiterhin die Abteilung Produktdesign bei der Chrysler Group führen soll. Für die Marke Jeep bleibt Michael Manley zuständig.

Als künftigen Präsidenten und Konzernchef der Marke Chrysler holte Marchionne den Chef der Fiat-Tochter Lancia, Olivier Francois. Francois soll zudem die Führung bei Lancia behalten. Darüber hinaus wird der Manager das weltweite Marketing für sämtliche Fiat- und Chrysler-Modelle verantworten.

Fiat hat sich im Juni mit 20 Prozent an dem US-Autobauer beteiligt und kann sich langfristig die Mehrheit sichern. Im Tausch gegen die Aktienpakete stellt Fiat den Amerikanern seine Kleinwagen-Technologie zur Verfügung. Marchionne rückte im Zuge des Einstiegs auch an die Chrysler-Spitze.

Der US-Fahrzeughersteller leidet ebenso wie General Motors besonders stark unter der Wirtschaftskrise. Im September verbuchte Chrysler auf dem US-Markt einen Absatzeinbruch von 42 Prozent.

(sda)

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