Aktualisiert 23.04.2014 14:23

Brand in ScheuneMarco (13) und Ivan (14) retten 27 Kühe vor Feuer

Erst löschte Daniel Portmann einen Schopfbrand – dann musste er als Feuerwehrmann zu seinem eigenen Hof ausrücken. Zum Glück reagierten seine Söhne schon vorher blitzschnell.

von
Claudio Zanini

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch, als im Entlebuch innert Kürze gleich zwei Landwirtschafts-Gebäude in Flammen aufgingen, dürfte Daniel Portmann sein Leben lang nie mehr vergessen. Portmann, Landwirt und Feuerwehrmann, war bei den Löscharbeiten beim ersten Brand im Gebiet Chräbeli zwischen Escholzmatt und Schüpfheim um 1.20 im Einsatz. Dort brannte ein Schopf für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Um 2 Uhr mussten Portmann und dutzende weitere Feuerwehrleute zu einem zweiten Brand ausrücken: Diesmal brannte eine Scheune im Ried hinter Escholzmatt. Es war Portmanns eigenes Gebäude, das in Flammen stand.

Portmann hat es seinen beiden Söhnen zu verdanken, dass die meisten Tiere den Scheuenbrand überlebten. Sohn Ivan Portmann (14) erzählt: «Als ich den Brand bemerkte, bin ich sofort rausgerannt.» Er und sein Bruder Marco (13) hätten zuerst versucht, den Brand zu löschen – vergeblich. Danach zögerte Ivan nicht lange und ging in die brennende Scheune. «Ich habe das Tor aufgestossen und alle Kühe aus der Scheune gejagt.» Vater Daniel Portmann war zu diesem Zeitunpunkt noch nicht auf dem Hof. Da die Familie einen Laufstall hat, sind die Tiere nicht angebunden. Durch die schnell reagierenden Söhne konnten so 27 Tiere gerettet werden. Eine Kuh kam durch den Brand allerdings zu Tode. Die überlebenden Tiere wurden auf benachbarten Bauernhöfen untergebracht.

Wasserwand schützte Bauernhaus vor Brand

Das Wohnhaus der Familie Portmann ist ungefähr 10 Meter von der Scheune entfernt. Da die Feuerwehr eine Wasserwand errichtete, konnte das Bauernhaus vor den Flammen und der enormen Hitze geschützt werden. Portmann:« Mir ist vor allem wichtig, dass meine Familie gesund ist und unser Haus vom Feuer verschont blieb.»

Nun klären Branddetektive die Ursache der beiden Flammeninfernos – und damit auch die Frage, ob ein Brandstifter die beiden Brände innerhalb von 40 Minuten gelegt haben könnte. Dazu sagt Bauer Portmann: «Es ist nicht an mir, dies zu klären.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.