Tertiäre Bildung: Marco fragt sich: Uni oder Fachhochschule?
von
jd
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Tertiäre BildungMarco fragt sich: Uni oder Fachhochschule?

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Zwei Hochschultypen prägen das schweizerische Hochschulsystem der Neuzeit: Die universitären Hochschulen und neun vom Bund anerkannte Fachhochschulen (inklusive der Fernfachhochschule). Zu den Fachhochschulen zählen auch die Pädagogischen Hochschulen, an denen der grösste Teil der Lehrkräfte sowie Heilpädagoginnen und -pädagogen ausgebildet werden.

Dabei ist die Fachrichtung das massgebende Kriterium für die Wahl des Hochschultyps. Wenn Sie sich etwa ein Wirtschafts-, Architektur- oder Informatikstudium vorstellen könnten, haben Sie die Wahl zwischen Universität oder Fachhochschule. Denken Sie dagegen an Germanistik oder Medizin, werden Sie nur an der Universität fündig - und eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gibt es nur an der Fachhochschule.

Da alle Hochschultypen Bachelor- und Masterabschlüsse verleihen können, besteht die Möglichkeit eines Übertritts von der Fachhochschule an die Universität oder umgekehrt, um in einem verwandten Fachbereich (zum Beispiel Architektur) den Master zu absolvieren.

Wer eine akademische Laufbahn einschlagen und doktorieren will, verfügt traditionellerweise über einen Master einer

universitären Hochschule. Die Zulassung zum Doktorat liegt jedoch in der autonomen Verantwortung der Universitäten und erfolgt immer «sur dossier» aufgrund individueller Qualifikationen. Bei hinreichender wissenschaftlicher Qualifikation ist der Zugang auch mit einem Masterabschluss eines anderen Hochschultyps möglich. Die Semestergebühren aller Hochschulen sind vergleichbar und betragen im Moment durchschnittlich ungefähr 750 Franken.

Weitere Auskünfte und Beratungen unter www.studium-schweiz.ch/de/studienberatung

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