Massnahmen-Kritiker - Marco Rima lag drei Tage auf der Corona-Station

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Massnahmen-KritikerMarco Rima lag drei Tage auf der Corona-Station

Marco Rima ist einer der bekanntesten Kritiker der Corona-Politik – dann erkrankte seine ganze Familie an Covid. Das hat seine Meinung aber nicht beeinflusst.

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«Es ging mir zwei, drei Wochen schlecht, ich hatte Fieber und Übelkeit»: Komiker Marco Rima zu seiner Covid-Erkrankung. (Archivbild)

«Es ging mir zwei, drei Wochen schlecht, ich hatte Fieber und Übelkeit»: Komiker Marco Rima zu seiner Covid-Erkrankung. (Archivbild)

Pressebild Marco Rima
Für die Skeptikerbewegung ist er eine Ikone, von der anderen Seite werden Marco Rima und seine Familien mit Anfeindungen eingedeckt.

Für die Skeptikerbewegung ist er eine Ikone, von der anderen Seite werden Marco Rima und seine Familien mit Anfeindungen eingedeckt.

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Darum gehts

  • Der Komiker Marco Rima lag drei Tage auf der Corona-Station.

  • Das änderte seine Meinung als Kritiker der Corona-Massnahmen nicht.

  • «Wir leben in einer freien Gesellschaft, wo wir als mündige Bürger angehalten sind, selber auf unsere Gesundheit zu achten», sagt er in einem Interview.

Komiker Marco Rima gehört zu den prominentesten Kritikern der Corona-Massnahmen. Normalerweise füllt er grosse Theater – nun steht er aber seit über einem Jahr unter einem virusbedingten Arbeitsverbot. Die viele freie Zeit nutzte der Komiker unter anderem für den Kampf gegen Corona-Massnahmen. Seine kritisch-ironischen Facebook-Videos werden hunderttausendfach angeklickt und geteilt. Die Skeptikerbewegung hat ihn zur Ikone erhoben, von der anderen Seite werden er und seine Familie mit Anfeindungen und Häme eingedeckt.

An Weihnachten erkrankte seine ganze Familie an Covid-19, auch seine 82-jährige Mutter. Im Interview mit der «SonntagsZeitung» erzählt Rima, wie er die Infektion erlebte: Drei Tage lang verbrachte er im Spital Zug auf der Corona-Station, dann durfte er wieder nach Hause. «Es ging mir danach zwei, drei Wochen schlecht, ich hatte Fieber und Übelkeit.» Seine Mutter sei bereits nach einer Woche wieder fit gewesen.

«Verschwörungszeugs interessiert mich nicht»

Dieses Erlebnis hat seine Meinung zur Corona-Politik aber nicht beeinflusst: «Wir leben in einer freien Gesellschaft, wo wir als mündige Bürger angehalten sind, selber auf unsere Gesundheit zu achten und respektvoll und liebenswürdig miteinander umzugehen. Dafür braucht es keine Zwangsmassnahmen.»

In der Anfangsphase sei er noch voll hinter den Massnahmen des Bundesrates gestanden, sagt der Komiker weiter. «Als die prophezeiten Todeszahlen nicht eintrafen, wollte ich genau wissen, weshalb dem so ist.» All das Verschwörungszeugs interessiere ihn nicht, sagt Rima. «Aber da waren viele Mediziner und Virologen, die zu anderen Erkenntnissen kamen als jene, die in den etablierten Medien zu Wort kamen.» Ihnen habe er zugehört.

Heftige Reaktionen

Marco Rima fasste seine Gedanken in Videos zusammen, die bis zu zwei Millionen Mal angeschaut wurden. Diese Reaktionen hätten ihn überrascht. «Ich hatte einfach meinen Gedanken Luft gemacht, mit dem Ziel, meine Follower zu motivieren», sagt er der «SonntagsZeitung» weiter. Es sei dann gesagt worden, er würde Corona «leugnen». «So ein Blödsinn, ich habe die Existenz des Virus nie infrage gestellt.»

Marco Rima hat dann seinen Facebook-Account gelöscht und ist abgetaucht. Die Pause sei wichtig gewesen, vor allem für die Familie. «Meine Frau sagte irgendwann, sie könne nicht mehr. Ständig riefen Journalisten an, vor dem Haus lauerte ein Reporter auf. Wir haben uns irgendwann vorgenommen, am Esstisch nicht mehr über das Thema zu sprechen.» Dass er seinen Account mit 75’000 Followern gelöscht hat, findet Rima heute schade.

«Wir leben vom Ersparten»

Im Gespräch erklärt er auch, dass er vom Bund Unterstützungsgelder für abgesagte Vorstellungen erhalten habe. Diese deckten die Ausgaben aber bei Weitem nicht: «Wir leben vom Ersparten.»

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(chk)

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