Aktualisiert 03.02.2016 07:22

Super-League-Serie (2)

Marco Wölfli – das halbe Leben bei den Young Boys

Marco Wölfli wird im Sommer 34 Jahre alt. Schon seit 17 Jahren ist der Goalie bei YB. Und bleibt das auch.

von
Peter Berger
1 / 5
Seine Treue und Loyalität wird reich belohnt: YB-Kult-Goalie Marco Wölfli hext YB in der Rückrunde der Saison 2017/18 zum Schweizer Meister.

Seine Treue und Loyalität wird reich belohnt: YB-Kult-Goalie Marco Wölfli hext YB in der Rückrunde der Saison 2017/18 zum Schweizer Meister.

Keystone/Alessandro Della Valle
Nach Mvogos Wechsel zu RB Leipzig im Sommer 2017 ist David von Ballmoos der Stammtorhüter der Berner. Seit dessen Verletzung im Januar 2018 ist Wölfli jedoch wieder die Nummer 1.

Nach Mvogos Wechsel zu RB Leipzig im Sommer 2017 ist David von Ballmoos der Stammtorhüter der Berner. Seit dessen Verletzung im Januar 2018 ist Wölfli jedoch wieder die Nummer 1.

Keystone/Peter Klaunzer
Seit einem Achillessehnenriss im Dezember 2013 wurde Wölfli von Yvon Mvogo als Stammtorwart im Tor der Berner abgelöst. Wölfli trägt weiterhin die Rückennummer 1 und ist die erste Wahl in den Cupspielen.

Seit einem Achillessehnenriss im Dezember 2013 wurde Wölfli von Yvon Mvogo als Stammtorwart im Tor der Berner abgelöst. Wölfli trägt weiterhin die Rückennummer 1 und ist die erste Wahl in den Cupspielen.

Keystone/Alessandro Della Valle

Wie viele Verträge er bei den Young Boys bisher unterschrieben hat, weiss Marco Wölfli nicht mehr. «Sechs oder sieben müssen es wohl gewesen sein. Beim letzten verlängerte ich 2015 um vier Jahre bis 2019», erzählt Wölfli. Das besondere am letzten Kontrakt ist, dass Wölfli da schon hinter Yvon Mvogo zum Ersatzkeeper zurückgestuft worden war. «Ich habe in guten und in schwierigen Phasen zum Club gehalten. Das widerspiegelt meinen Charakter», sagt der langjährige Captain.

Nur einmal war er 2002 für 18 Monate an Thun ausgeliehen worden. Wäre es nach ihm gegangen, wäre er in diesen Tagen ein zweites Mal ausgeflogen. Wil warb heftig um ihn. Doch YB legte sein Veto ein. «Was ist, wenn Mvogo etwas passiert?», sagt Trainer Adi Hütter und betont mit Nachdruck: «Wir brauchen Marco. Auch als Ersatztorhüter ist er für das Mannschaftsgefüge enorm wichtig.»

Elf Länderspiele

Wölfli akzeptiert den Entscheid. «Ich wäre sowieso nur leihweise bis im Sommer gegangen. Denn ich will hier nicht weg, YB ist und bleibt mein Club.» Schwierige Zeiten erlebte er bei den ambitionierten, aber titellosen Bernern viele. «Es gab jedoch auch viele schöne Momente wie die europäischen Spiele gegen Liverpool oder Fenerbahce. Der Auszug aus dem alten Wankdorf ins Neufeldstadion und danach der Einzug ins neue Stadion waren spannende Phasen.»

Wölfli bereut nicht, dass er alle ausländischen Angebote abgelehnt hat. «Dank YB durfte ich auch elf Länderspiele bestreiten und an einer WM teilnehmen.»

Super-League-Countdown

Die Winterpause ist vorbei. Am Samstag startet die Super League in die 2. Meisterschafts­phase 2015/16. Nach 36 Runden winkt ein Millionen-Jackpot: Der Schweizer Meister qualifiziert sich direkt für die Gruppenphase der Champions League.

20 Minuten stellt in einer Serie ­diese Woche die treuen Seelen der Super League im schnelllebigen Fussballgeschäft vor.

Fehler gefunden?Jetzt melden.