Bob Marley: Marihuana und Musik im Blut
Aktualisiert

Bob MarleyMarihuana und Musik im Blut

Zum 30. Todestag von Bob Marley haben wir nicht nur ein launiges Quiz und feine Fotos der Reggae-Legende vorbereitet, sondern auch den Videobeweis für die beruhigende Wirkung seiner Musik entdeckt.

von
phi

Am 11. Mai 2011 jährt sich der Todestag Bob Marleys zum 30. Mal. Wie gut kennen Sie den Reggea-Künstler? Testen Sie ihr Wissen in unserem Quiz. Einer, der gut über das Vorbild Bescheid weiss, ist Gentleman. Um das Phänomen Bob Marley zu erklären, verweist der deutsche Reggae-Musiker auf einen Hit im World Wide Web: Ein schreiendes Kleinkind, dessen Stimmung bei den ersten Tönen von «Buffalo Soldier» sofort in friedliche Glückseligkeit umschlägt (siehe unten). Mit «Bob Marley Baby» findet man das Video, bei YouTube wird dann gleich noch eine Auswahl ähnlicher Clips angeboten.

«Das ist genau der Spirit, der die Musik von ihm ausmacht», sagt Gentleman im dapd-Gespräch. «Aber erklären kann man es nicht. Da hat man was Mystisches, etwas sehr Spirituelles. Und dass er eben auch schwer einzuordnen ist, was die Nationalitäten eingeht.» Am 11. Mai 1981 starb Bob Marley. Er ist bis heute nicht nur der Superstar des Reggaes, sondern einer der weltweit einflussreichsten Musiker überhaupt, in den reichen Industrieländern ebenso wie in Entwicklungsländern. Unzählige Bands und Musiker spielen bis heute seine Lieder.

Zeitloser Sound

«Ich finde, es gibt gar keine Dritte oder Zweite oder Erste Welt, es gibt nur diese eine Welt. Und da ist eben Bob Marley ein Künstler, der es geschafft hat, auch mit seiner Musik und mit seiner Thematik eigentlich wie kein anderer eine Zeitlosigkeit auch in jeden Song zu packen und eine Möglichkeit, sich mit seiner Musik zu identifizieren, obwohl man vielleicht verschiedene Kulturen, Religionen, Konditionierungen hat. Das ist einfach eine Musik, die extrem universell ist, die extrem global funktioniert», sagt Gentleman.

«Wenn man sich wirklich mit den Songs auseinandersetzt, dann stellt man eben fest, dass sie diesen universellen Vibe hat und das wahrscheinlich auch der Grund ist – ja, es ist eine Musik, die extrem verbindet. Die einfach einem das Gefühl gibt von der Menschheit und nicht irgendwie von Grenzen. Und das ist es, was für mich so den Geist von seiner Musik ausmacht. Die Alben, die er herausgebracht hat – die klingen einfach alle so warm und so fett und so durchdringend, dass es einfach eine Musik ist, von der man anscheinend nicht müde wird.

Er hat nun mal auch einfach sehr viel Musik hinterlassen. Den Katalog, wenn man den einmal zu Ende gehört hat, kann man auch wieder von vorne schon anfangen. Aber genau erklären... Ich glaube, er ist einfach einer der wenigen Künstler, die mit der Musik einfach noch mehr erreicht haben als Entertainment. Sondern dass das wirklich Musik ist, die tröstet, die Kraft gibt, die in Zeiten der Unruhe auch wieder motiviert, Ruhe zu finden. Das geht dann über diesen Entertainment-Aspekt hinaus.»

Dieses spanische Balg mag nicht in den Auto-Kindersitz. Wenn der Clip «The Power of Bob Marley» heisst, was glauben Sie wohl beruhigt den Steppke? Eben! Quelle: YouTube (phi/dapd)

www.20min.ch/soundshack/player/?albumId=0000000015877035

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