«Wurde einer Gehirnwäsche unterzogen» - Marilyn Manson mit weiteren Missbrauchsvorwürfen konfrontiert
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«Wurde einer Gehirnwäsche unterzogen»Marilyn Manson mit weiteren Missbrauchsvorwürfen konfrontiert

Das Model Ashley Morgan Smithline macht den schweren Missbrauch publik, den sie angeblich durch Marilyn Manson erlebt hat. Sie ist eines von insgesamt 15 mutmasslichen Opfern.

von
Angela Hess
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Ein weiteres angebliches Opfer von Marilyn Manson (52) wendet sich an die Öffentlichkeit. Ashley Morgan Smithline, ehemalige Freundin des Musikers, wirft ihm Missbrauch vor.

Ein weiteres angebliches Opfer von Marilyn Manson (52) wendet sich an die Öffentlichkeit. Ashley Morgan Smithline, ehemalige Freundin des Musikers, wirft ihm Missbrauch vor.

imago images/ZUMA Press
In einem detaillierten Interview mit dem US-Magazin «People» spricht das 36-jährige Model von der «Folter», die sie während ihrer Beziehung mit Manson erlebt habe. «Ich habe ein Monster überlebt», so Smithline.

In einem detaillierten Interview mit dem US-Magazin «People» spricht das 36-jährige Model von der «Folter», die sie während ihrer Beziehung mit Manson erlebt habe. «Ich habe ein Monster überlebt», so Smithline.

Screenshot Youtube/People
Smithline ist eine von insgesamt 15 angeblichen Opfern. Sie alle werfen Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Hugh Warner heisst, sexuellen, psychischen und physischen Missbrauch vor.

Smithline ist eine von insgesamt 15 angeblichen Opfern. Sie alle werfen Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Hugh Warner heisst, sexuellen, psychischen und physischen Missbrauch vor.

Instagram/marilynmanson

Darum gehts

  • Das Model Ashley Morgan Smithline wirft Musiker Marilyn Manson schweren Missbrauch vor.

  • Sie ist eines von insgesamt 15 angeblichen Opfern, die bislang an die Öffentlichkeit gegangen sind.

  • Der Schockrocker weist nach wie vor alle Vorwürfe zurück.

Eine weitere Frau beschuldigt Schockrocker Marilyn Manson (52) öffentlich des sexuellen, psychischen und körperlichen Missbrauchs. In einem Interview mit dem US-Magazin «People» macht Model Ashley Morgan Smithline (36) erstmals die Details der von ihr so genannten «Folter», die sie durch Manson erlitten habe, publik.

«Ich habe ein Monster überlebt», so Smithline. Sie wirft dem Musiker insbesondere schwere körperliche und sexuelle Gewalt vor. Die US-Amerikanerin trägt bis heute an ihrem Körper Narben von Verletzungen, die ihr angeblich von Manson zugefügt wurden. Unter anderem habe er ihr seine Initialen in den Oberschenkel geritzt.

Auch mit den seelischen Wunden kämpft Smithline bis heute. Sie leidet unter einer Zwangsstörung, einer posttraumatischen Belastungsstörung und hat schwere Schlafprobleme.

Opfer geben sich Halt

Ashley Morgan Smithlines Aussagen schliessen an die Vorwürfe an, die bereits mehrere andere Frauen gegenüber Marilyn Manson gemacht haben. Insgesamt 15 Frauen beschuldigen Manson des Missbrauchs, darunter die beiden Schauspielerinnen Evan Rachel Wood (33) und Esmé Bianco (38). Mit ihnen hat sich Smithline im Herbst des vergangenen Jahres getroffen, um über das Erlebte zu sprechen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Online- und Einzelchatberatung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

«Mit den anderen Frauen Zeit zu verbringen hat mir dabei geholfen, die Gefühle der Schuld und Scham etwas loszulassen», so Smithline gegenüber «People». Das Model, das laut eigener Aussage zwischen 2010 und 2013 eine Beziehung mit Manson führte, sagt heute rückblickend über diese Zeit: «Ich wurde einer Gehirnwäsche unterzogen. Und ich fühle mich ekelhaft deswegen.»

Manson weist Vorwürfe zurück

Manson, der bereits die Vorwürfe aller anderer mutmasslicher Opfer zurückgewiesen hat, beteuert auch in Smithlines Fall seine Unschuld. Ein Sprecher lässt in einem Statement verlauten: «Es sind so viele dieser Behauptungen falsch, dass wir gar nicht wissen, wo wir beginnen sollen, zu antworten.»

Obwohl Smithline mit Fotos und E-Mails beweisen kann, dass sich ihre Bekanntschaft zu Manson über Jahre hinwegzog, gibt Manson an, die Beziehung habe «keine Woche» gehalten.

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