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«Verbreitung von Gewaltbildern»Marine Le Pen wegen IS-Gräueltweet vor Gericht

In einem Tweet hat die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen Bilder von getöteten Geiseln der IS-Miliz verbreitet. Nun wird ihr der Prozess gemacht.

Sieht im Verfahren gegen sich einen Versuch, sie vor der französischen Präsidentschaftswahl mundtot zu machen: Marine Le Pen. (Archivbild)

Sieht im Verfahren gegen sich einen Versuch, sie vor der französischen Präsidentschaftswahl mundtot zu machen: Marine Le Pen. (Archivbild)

AFP/François Lo Presti

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen muss sich ab Mittwoch wegen der Verbreitung von Propagandabildern der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor Gericht verantworten (ab 13.30 Uhr). Der 52-Jährigen drohen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldbusse in Höhe von 75’000 Euro. Die Staatsanwaltschaft des Pariser Vorortes Nanterre wirft Le Pen die «Verbreitung von Gewaltbildern» vor, was zum Schutz von Minderjährigen verboten ist.

Le Pen hatte die Bilder getöteter Geiseln der IS-Miliz nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 getwittert, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Sie wollte damit nach eigenen Angaben auf die Gefahr durch Islamisten aufmerksam machen. In dem Verfahren sieht Le Pen einen Versuch, sie vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr mundtot zu machen.

(AFP/chk)

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