17.01.2019 06:14

KriensMario Garcia (28) will weltbester Koch werden

Spitzenkoch Mario Garcia bereitet sich auf den internationalen Kochwettbewerb Bocuse d'Or in Lyon vor. Dafür baute er die Wettbewerbsküche nach und trainiert dort 16 Stunden am Tag.

von
Miryam Koc

Sehen Sie im Video, wie sich Profikoch Mario Garcia auf das Weltfinale von Bocuse d'Or vorbereit. (Video: Miryam Koc)

Mario Garcias grösste Leidenschaft ist das Kochen – und diese will der Krienser zur Perfektion treiben: Der 28-Jährige hat sich für den renommiertesten Kochwettbewerb der Welt qualifiziert. Am Bocuse d'Or treten Köche aus 24 Nationen gegeneinander an und kämpfen um den Titel «Bester Koch der Welt».

Der Schweiz gelang es noch nie, diesen Titel nach Hause zu bringen. Dies könnte sich aber bald ändern: Der junge Profikoch bereitet sich intensiv auf den Wettbewerb vor und vertritt die Schweiz vom 29. bis 30. Januar in Lyon.

Schon früh Preise gewonnen

Angefangen hat alles mit einer gewöhnlichen Kochlehre. Schon damals zeigte sich Garcias Ehrgeiz: 2009 gewann der damals 18-Jährige den Titel als bester Kochlehrling der Schweiz. Ein Jahr später folgte der Weltmeistertitel in der Junioren-Kochnationalmannschaft.

Auch in den folgenden Jahren räumte Garcia einen Preis nach dem anderen ab. Zudem war er Leibkoch für das Frauen-Ski-Team aus Deutschland. Danach folgten zwei Kochbücher und eine eigene Kochschule. 2016 qualifizierte er sich für den Bocuse d'Or.

«Ich liebe die Perfektion»

Mario Garcia überlässt nichts dem Zufall: Im Lido Luzern hat er die Wettbewerbsküche von Lyon für knapp 16'000 Franken eins zu eins nachbauen lassen. «Ich liebe die Perfektion», sagt Garcia. Rund 15 bis 16 Stunden am Tag verbringen er und sein Team in dieser Küche.

Am Bocuse d'Or müssen in nur fünfeinhalb Stunden zwei traditionelle Gerichte gekocht werden: Ein französischer Fischkuchen als Vorspeise und zum Hauptgang ein Kalbscarré am Stück mit fünf Knochen. Die Gerichte sind den 2018 verstorbenen Kochlegenden Paul Bocuse und Joël Robuchon gewidmet. «Ich nehme gern an Wettbewerben teil, weil man gefordert wird, an sein Limit zu gehen. Man misst sich mit den Besten», sagt Garcia.

In der Trainingsküche muss jeder Handgriff sitzen: Jede Zutat ist genau abgemessen, jeder Vorgang auf die Sekunde exakt getaktet. 20 Minuten durfte Garcia beim Kochen filmen. «Die finalen Gerichte und die Zubereitung des Fleischs sind natürlich streng geheim», erklärt er.

Mit einem Pop-up Restaurant im Lido Luzern macht Mario Garcia die spezielle Küche vom 7. Februar bis 7. April 2019 auch für Privatpersonen zugänglich.

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