Aktualisiert 22.06.2012 15:19

Upload Generation

Mario Gomez ist auch ein Facebook-Star

Die Social Media boomen während der EM. Bei der Upload-Generation beliebt sind vor allem deutsche Nati-Spieler. Allen voran Mario Gomez.

von
Eva Tedesco

Wer auf Facebook besonders viele attraktive Freunde hat, ist selbst besonders beliebt. Das haben zuletzt Forscher der Uni Twente in Holland herausgefunden. Menschen würden hauptsächlich von «gesunden, glücklichen und sexuell produktiven Menschen angezogen», besagt diese Studie. Gesund sind die Kicker von Bundestrainer Jogi Löw garantiert. Glücklich nach drei Siegen in der Vorrunde und 14 offiziellen Länderspielen ohne Niederlage zweifellos - und für so manchen weiblichen Fan wohl auch sexy.

Allen voran Mario Gomez mit seinen drei Toren. Der Bayern-Star stürmte seit dem Start der Euro am 8. Juni die Friends-Parade auf Facebook, wo er seit November 2011 einen offiziellen Account hat. Seit Beginn der EM hat Gomez sage und schreibe 164 951 neue Freunde (Stand: 20. Juli, 14 Uhr) gewonnen. Dicht auf den Fersen ist ihm Mesut Özil mit 149 790 Freunden, mit einigem Abstand folgen Keeper Manuel Neuer (78 199), Bayern-Regisseur Bastian Schweinsteiger (69 353) und der Dortmunder Mats Hummels (65 109).

Verhaltenskodex für Facebook und Twitter

Durch Gomez, Özil und Co. erfahren die Fans den neusten Klatsch der Nationalspieler, Werbebotschaften, irgendwelche Banalitäten oder bekommen Einblick in die Gefühlslage. Allerdings limitiert: Denn die deutschen Nationalspieler haben von Bundestrainer Löw einen klaren Verhaltenskodex mit auf den Weg bekommen, welche Botschaften sie via Facebook und Twitter in die Welt hinaustragen dürfen. Es sind weder Interna, taktische Dinge noch Nachrichten über Verletzungen erlaubt. Löw selber – wie auch die Spieler Miroslav Klose und Lars Bender – outeten sich im Gespräch mit dem «Zeit-Magazin» indes als kein Freund von Social Media. «Meine Art zu kommunizieren, ist das nicht», so der Bundestrainer im Interview. «Ich halte diese Form des Austausches eher für gefährlich.»

Das hält die EM-Stars nicht davon ab, weiter zu posten und zu zwitschern was das Zeug hält. So zum Beispiel auch Barcelona-Star Cesc Fàbregas. Der Spanier, mit mehr als 3,3 Millionen Fans im sozialen Netzwerk, twitterte sogar über Pannen bei der Dopingprobe und erzählte, warum einige Spanier gleich dreimal getestet werden mussten. Der Engländer Wayne Rooney veröffentlichte vor dem Spiel gegen Schweden noch flugs ein Foto von Ashley Young beim Pool Billard.

Cristiano Ronaldo uneinholbar im sozialen Netzwerk

Der beliebteste Social-Media-Kicker ist aber – wen überraschts – Cristiano Ronaldo. Mit über 45 Millionen «Freunden» auf Facebook und 10 Millionen «Followern» bei Twitter ist er im Netz ohne Konkurrenz. Tendenz steigend, je länger der portugiesische Beau im Turnier bleibt. Was auch für die anderen EM-Stars gilt. Die Upload-Generation befreundet sich und twittert im Netz wie nie zuvor. Aber ehrlich – ist Public Viewing mit einem echten Freund an der Seite nicht viel cooler wie ein digitaler Friend im Netz?

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