Pyros gezündet: Markus Lüthi ist sauer auf FC-Thun-Fans
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Pyros gezündetMarkus Lüthi ist sauer auf FC-Thun-Fans

Beim Derby gegen YB zündeten Anhänger des FC Thun Pyrofackeln. Für den Club, der derzeit gegen den Konkurs kämpft, ist dies inakzeptabel.

von
cho
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Der FC Thun steht kurz vor dem Bankrott - und bittet deshalb die Öffentlichkeit um Spenden.

Der FC Thun steht kurz vor dem Bankrott - und bittet deshalb die Öffentlichkeit um Spenden.

Keystone/Peter Klaunzer
Konkret braucht es bis Ende Jahr eine Million Franken, damit die Lichter in der Stockhorn Arena nicht gelöscht werden.

Konkret braucht es bis Ende Jahr eine Million Franken, damit die Lichter in der Stockhorn Arena nicht gelöscht werden.

Keystone/Peter Klaunzer
Anfangs Dezember, einen Monat nach dem Aufruf, hat der FC Thun bereits über eine halbe Million Franken Spendengelder erhalten.

Anfangs Dezember, einen Monat nach dem Aufruf, hat der FC Thun bereits über eine halbe Million Franken Spendengelder erhalten.

Keystone/Peter Schneider

«Die Spieler des FC Thun konnten beim Berner Derby vom vergangenen Sonntag nicht schöner im Stadion begrüsst werden», schreibt der FC Thun in einer offiziellen Mitteilung. Die Fans hätten viel Zeit und Leidenschaft in eine «wunderschöne Choreografie» investiert. Der Brief des oberländer Fussballclubs beginnt mit freundlichen Worten, doch danach verschärft sich der Ton.

Fans auf der Südtribüne der Stockhornarena hatten während des Matchs Pyros gezündet: «Dies obwohl unser Präsident Markus Lüthi vorgängig die Fans gebeten hat, sich vorbildlich zu verhalten.» Grund ist die dramatische Situation, in welcher sich der FC Thun befindet. Der Klub kämpft gegen den Konkurs und versucht, bis Ende Jahr 1 Million Franken Spenden zusammenzukriegen – sonst droht im Februar Lichterlöschen.

«Diese Aktion einiger Einzeltäter fügt dem FC Thun grossen Schaden zu», heisst es im Brief weiter. Neben einer Geldbusse der Liga, könne dieses Verhalten sowohl die Spendenaktion als auch die politischen Verhandlungen beeinträchtigen. «Anhand dem Videomaterial setzen wir alles daran, die Einzeltäter mit der Polizei zu identifizieren.» Sie sollen entsprechend zur Rechenschaft gezogen werden.

FC-Thun-Präsident Markus Lüthi redet den Anhängern ins Gewissen.

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