Notorischer Sexualstraftäter: Markus W. wird doch noch verwahrt
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Notorischer SexualstraftäterMarkus W. wird doch noch verwahrt

Beim zweiten Anlauf hat das Bundesgericht die Verwahrung von Markus W. bestätigt. Er hat über 20 Frauen vergewaltigt und gilt als einer der gefährlichsten Triebtäter der Schweiz.

von
mch
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2013 musste sich der damals 56-jährige Markus W. vor dem Gericht für Strafsachen des Kantons Basel-Stadt verantworten.

2013 musste sich der damals 56-jährige Markus W. vor dem Gericht für Strafsachen des Kantons Basel-Stadt verantworten.

Keystone/Georgios Kefalas
Der mehrmals rückfällige Sexualstraftäter hatte 2011 und 2012 zwei Frauen mit chemischen Substanzen sediert und sie in ihrem wehrlosen Zustand sexuell genötigt. Hier wird er zum Gericht gebracht.

Der mehrmals rückfällige Sexualstraftäter hatte 2011 und 2012 zwei Frauen mit chemischen Substanzen sediert und sie in ihrem wehrlosen Zustand sexuell genötigt. Hier wird er zum Gericht gebracht.

Keystone/Georgios Kefalas
Markus W. gilt als einer der gefährlichsten Triebtäter der Schweiz.

Markus W. gilt als einer der gefährlichsten Triebtäter der Schweiz.

Keystone/Georgios Kefalas

Ein mehrfach rückfällig gewordener Sexualstraftäter aus dem Kanton Basel-Stadt wird doch noch verwahrt. Das Bundesgericht hat das Urteil des kantonalen Appellationsgerichts gegen Markus W. bestätigt.

Das Appellationsgericht hatte sich bereits zum zweiten Mal mit diesem Fall zu befassen. Im ersten Anlauf hatte es Ende 2014 die erstinstanzliche Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren wegen mehrfacher sexueller Nötigung und einfacher Körperverletzung bestätigt. Gleiches tat es mit der lebenslänglichen Verwahrung, die das Strafgericht angeordnet hatte.

Zum zweiten Mal vor dem Bundesgericht

Das Bundesgericht hob die lebenslängliche Verwahrung nach einer Beschwerde des Mannes auf. Grund dafür war, dass die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt waren.

Die Lausanner Richter wiesen die Sache nochmals an das Appellationsgericht zurück. Dieses ist nun zum Schluss gekommen, dass zumindest die Bedingungen für eine gewöhnliche Verwahrung erfüllt sind. Auch gegen dieses im Sommer 2016 gesprochene Urteil gelangte der Sexualstraftäter ans Bundesgericht. Dieses Mal hat es den Entscheid der Vorinstanz jedoch bestätigt.

Lange Vorgeschichte

Im Oktober 2011 und Februar 2012 hatte der mehrmals rückfällige Sexualstraftäter in seiner Wohnung in Basel zwei Frauen mit chemischen Substanzen sediert und sie in ihrem widerstandsunfähigen Zustand sexuell genötigt.

Dies waren jedoch nicht die ersten Sexualdelikte. Er vergewaltigte allein zwischen 1983 und 1990 insgesamt 21 Frauen. Es folgten Verurteilungen, weitere Delikte, eine bedingte Entlassung und wiederum ein Rückfall. (mch/sda)

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