Römischer Boxer: Marmorköpflein entzückt Archäologen
Aktualisiert

Römischer BoxerMarmorköpflein entzückt Archäologen

Archäologen haben bei einer Ausgrabung in Ostjerusalem eine einzigartig gut erhaltene und rund 1800 Jahre alte Marmorbüste gefunden.

Die Figur aus der Epoche des Römischen Reichs ist rund fünf Zentimeter hoch und zeigt einen Männerkopf mit mandelförmigen Augen und Bart. Die Qualität und Detailtreue der Büste sei «aussergewöhnlich», erklärte die israelische Behörde für Antikes am Montag. Eine solch «einzigartige» Büste sei bislang in Israel noch nie gefunden worden.

Vermutlich stelle der Mann einen Athleten dar, vielleicht einen Boxer, hiess es weiter. Die Herstellung aus einem blassgelben Marmor lässt darauf schliessen, dass die Figur aus dem fernen Osten des Römischen Reiches stammte und von Händlern nach Jerusalem gebracht wurde. Die Büste wurde unter einem Parkplatz in einem antiken Haus gefunden, das vermutlich von einem Erdbeben vernichtet worden war. Auf der Grabungsstätte im palästinensischen Viertel Silwan wurden kürzlich auch ein goldener und mit Perlen besetzter Ohrring sowie ein Schatz von mehr als 250 Goldmünzen gefunden. (dapd)

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