HTC One A9: Marshmallow-Smartphone im iPhone-Design
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HTC One A9Marshmallow-Smartphone im iPhone-Design

Das neuste HTC-Smartphone erhält als eines der ersten Geräte Android 6. Sowohl Gerät als auch System bestehen den ersten Test.

von
ray

Das HTC One A9 sieht dem iPhone 6 beziehungsweise dem 6S verblüffend ähnlich. Nachdem das diesjährige Flaggschiff M9 praktisch mit demselben Äusseren wie die Vorgängergeräte erschienen ist, wurde dem A9 ein eigentliches iPhone-Klon-Design verpasst.

Zwar handelt es sich beim A9, das einen schwächeren Prozessor und nur 16 GB Speicher hat, nicht um ein Premium-Gerät wie beim M9. Doch überflügelt das neue Modell seinen grossen Bruder beispielsweise mit seinem Full-HD-Amoled-Bildschirm und dem optischen Bildstabilisator in der Kamera. Im Test macht die Kamera einen guten Eindruck – dank dem Bildstabilisator selbst bei schlechten Lichtverhältnissen.

Neues Betriebssystem

Das HTC A9 gehört neben den neuen Nexus-Geräten zu den ersten Smartphones, die mit Googles aktuellstem Betriebssystem Android 6 ausgerüstet sind. Android Marshmallow bringt einige Neuerungen. So kann man nun ähnlich wie bei iOS einzelnen Apps Rechte zuweisen. Beispielsweise lässt sich definieren, welche Apps auf GPS, auf den Kalender oder auf die Kontakte zugreifen dürfen.

Neu unterstützt Android offiziell einen Fingerabdrucksensor. Zwar gibt es einen solchen bereits bei anderen Android-Geräten (etwa bei Samsung Galaxy), doch war dieser bisher nicht ins System eingebunden. Weitere Neuerungen sind etwa die neue App-Übersicht, bei der einzelne Anwendungen über eine alphabetische Leiste gefunden werden können.

Das Werbevideo für das HTC One A9 erinnert an den Werbespot von Apples erstem Mac von 1984. Video: Youtube.com/HTC

Längere Betriebszeiten

Künftige Besitzer des HTC One A9, aber auch von Android-Smartphones, können sich auf längere Akku-Laufzeiten freuen. Neu kommen zwei Stromspar-Funktionen hinzu: Der Stromspar-Modus Doze schickt Apps, die viel Strom verbrauchen, bei Nichtgebrauch in einen Tiefschlaf. Der zweite Stromspar-Modus App Standby erkennt, ob eine im Hintergrund laufende App nicht genutzt wird, und deaktiviert sie. Durch diese beiden Massnahmen soll der Energieverbrauch deutlich reduziert werden können. Mit einem besseren Akku könnte diesbezüglich HTC beim One A9 aber wohl noch mehr herausholen.

Andere Mängel kann man selbst beheben: Der sehr klein geratene interne Speicher kann mit einer MicroSD-Speicherkarte erweitert werden. Der Fingerabdruck-Scanner funktioniert beim One A9 einwandfrei – und etwa gleich schnell wie beim iPhone 6S. Insgesamt hält sich das HTC One A9 im Test recht gut. Als eigentliches Mittelklasse-Gerät (Preis: 579 Franken) hat es zwar eindeutig zu wenig Speicher. Doch der Amoled-Bildschirm ist mit jenen von wesentlich teureren Geräten vergleichbar.

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