Aktualisiert 22.10.2016 01:19

ExoMars-MissionMarssonde Schiaparelli legt Bruchlandung hin

Der Marslander der Europäischen Weltraumorganisation Esa ist möglicherweise explodiert. Die Sonde blieb seit ihrer Landung auf dem Mars verschollen.

von
bee
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Mars-Landegerät mit zu hoher Geschwindigkeit auf dem Roten Planeten aufgeschlagen. Model des Testmoduls in Darmstadt. (19. Oktober 2016)

Mars-Landegerät mit zu hoher Geschwindigkeit auf dem Roten Planeten aufgeschlagen. Model des Testmoduls in Darmstadt. (19. Oktober 2016)

Keystone/EPA/Uwe Anspach
«Das ist traurig, aber wir müssen feststellen, dass die Sonde nicht erfolgreich gelandet ist», sagte Jan Wörner, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. (16. Oktober 2016)

«Das ist traurig, aber wir müssen feststellen, dass die Sonde nicht erfolgreich gelandet ist», sagte Jan Wörner, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. (16. Oktober 2016)

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Dennoch habe man während des Landemanövers eine Menge wichtiger Daten sammeln können, hiess es von seiten der Raumfahrtbehörde: ESA-Chef Jan Wörner in Darmstadt.

Dennoch habe man während des Landemanövers eine Menge wichtiger Daten sammeln können, hiess es von seiten der Raumfahrtbehörde: ESA-Chef Jan Wörner in Darmstadt.

Keystone/Uwe Anspach/Pool Photo via AP

Der Marslander der Europäischen Weltraumorganisation Esa hat eine Bruchlandung auf dem Roten Planeten hingelegt. Schiaparelli sei möglicherweise explodiert, als er am Mittwoch auf der Oberfläche des Mars aufgeschlagen sei, teilte die Esa am Freitag mit. Aufnahmen der US-Raumfahrtagentur Nasa zeigten einen schwarzen Fleck in der Gegend, in der das Raumfahrzeug hätte landen sollen.

Das erste europäisch-russische Mars-Landegerät dürfte wohl mit zu hoher Geschwindigkeit auf dem Roten Planeten aufgeschlagen sein. Die Sonde sei mit einer Geschwindigkeit von mehr als 300 Kilometern pro Stunde auf der Oberfläche angekommen, teilte das Kontrollzentrum in Darmstadt mit.

«Das ist traurig, aber wir müssen feststellen, dass die Sonde nicht erfolgreich gelandet ist», sagte Jan Wörner, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

ESA will auf dem Mars landen

Am 19. Oktober 2016 soll das Testmodul Schiaparelli der Europäische Raumfahrtagentur ESA und ihrem russischen Partner Roskosmos auf dem Mars landen (Video: ESA)

Nur die Nasa bisher erfolgreich

Schiaparelli sollte auf dem Mars Bilder anfertigen und wissenschaftliche Messungen der Oberfläche vornehmen. Seine Hauptaufgabe war es aber, eine Generalprobe für die Landung hinzulegen und die Technologie für ein künftiges europäisches Marsfahrzeug zu testen, das im Jahr 2020 auf den Mars geschickt werden soll.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge habe Schiaparelli während der letzten 50 Sekunden seines Sinkflugs durch die raue Atmosphäre des Mars Probleme erlitten, teilte Esa am Freitag mit. Eine Landung auf dem Planeten ist äusserst schwierig. Mehrere Missionen dieser Art schlugen in der Vergangenheit fehl. Nur die Nasa hat es bislang geschafft, Fahrzeuge auf dem Mars zu landen. (bee/sda)

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