Zürich: Martha's Salad setzt zur grossen Expansion an

Aktualisiert

ZürichMartha's Salad setzt zur grossen Expansion an

Mit ihren Salaten und Sandwiches reiten zwei junge Zürcherinnen auf der Erfolgswelle: Im März erweitern sie die Anzahl ihrer Filialen von zwei auf sechs. Doch zuerst geht es in die Pause.

von
rom
Die Gründerinnen und Inhaberinnen von Martha's Salad: Séverine Götz und Sabrina Zbinden.

Die Gründerinnen und Inhaberinnen von Martha's Salad: Séverine Götz und Sabrina Zbinden.

Kein Anbieter/zvg

Sie pimpen ihren Herbstsalat mit hausgemachtem Rotkraut, Birne und Alpkäse oder geben einem Poulet-Sandwich mit einer Teufelssauce die richtige Würze: Séverine Götz (31) und Sabrina Zbinden (32). Die beiden Frauen betreiben seit zweieinhalb Jahren erfolgreich Martha's Salad.

Noch verkaufen sie ihre Salate, Sandwiches und Suppen per Lieferdienst und «nur» über die Take-aways Dienerstrasse und Talacker. Das ändert sich ab März. Gleich vier neue Standorte kommen hinzu, alle an Hochfrequenzlagen: Im Hauptbahnhof, im Bahnhof Stadelhofen, beim Bahnhof Enge und im Kreis 1.

Um welche Lokale es sich genau handelt, wollen sie noch nicht sagen. Nur so viel: «Sie werden schon erfolgreich gastronomisch genutzt und nun zu Martha's Salad umgebrandet.» Im Unterschied zu den Take-aways sind es begehbare Filialen.

Gekocht wird in der Agglo

Der grosse Schritt entspreche zwar ihrem Wunsch nach Wachstum, um längerfristig ein rentables Unternehmen betreiben zu können: «Aber gleich vier neue Standorte auf einen Schlag hatten wir nicht geplant – es ist ein lukratives Kombi-Paket.» Eines, das die beiden jedoch vor Herausforderungen stellt.

So ziehen sie beispielsweise mit der Produktion in die Agglo, weil in Zürich auf die Schnelle keine genug grosse Küche verfügbar war. «Dort werden die Gerichte für alle Standorte vorbereitet, der Finish geschieht aber weiterhin vor Ort.» Dazu zählen etwa die Smoothies, Sandwiches und das Bestücken der Salattheken, die sie in drei der vier neuen Filialen einbauen werden.

Verzicht auf Umsatz

Durch die Expansion können Götz und Zbinden auch nicht mehr so oft an der Front präsent sein. Geht da nicht das Persönliche verloren, das die Martha-Philosophie ausmacht? «Das möchten wir verhindern, mit Leidenschaft sowie der Unterstützung unseres professionellen Umfelds und eines engagierten Teams», sagen sie.

Zuerst aber geht ihr Unternehmen in die Pause. Ab Weihnachten bis zur Eröffnung der neuen Standorte bleiben sowohl die bisherigen Take-aways als auch der Lieferdienst geschlossen. «Die neuen Filialen bedeuten viel Arbeit, das könnten wir bei gleichzeitigem Betrieb nicht stemmen», sagen sie. «Dafür verzichten wir auf Umsatz, klar – doch das Risiko gehen wir ein, es ist letztlich eine Investition in unsere Zukunft.»

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