Raketentest: Martialische Geste Russlands an Weihnachten
Aktualisiert

RaketentestMartialische Geste Russlands an Weihnachten

Mitten in den atomaren Abrüstungsverhandlungen mit den USA hat Russland eine mit atomaren Mehrfachsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ «Wojewoda» getestet.

Das 34 Meter lange Geschoss schlug am Donnerstag auf einem Übungsziel auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka ein. Gestartet wurde die Rakete mit einer Reichweite von 11 000 Kilometern im Gebiet Orenburg an der kasachischen Grenze. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums nach Angaben der Agentur Interfax am Donnerstag mit.

Russische Militärdiplomaten betonten, dass die USA vorab über den Test informiert worden seien. Damit halte sich Moskau auch nach Auslaufen des START-Vertrags über die Verringerung strategischer Offensivwaffen an Vereinbarungen, wonach sich die Seiten über Tests unterrichten.

Abschreckung aufrechterhalten

Kremlchef Dmitri Medwedew sagte am Donnerstag bei einem Jahresend- Interview mit staatlichen Fernsehsendern, dass Russland ungeachtet der Abrüstungsverhandlungen den Bau neuer Atomraketen voran treiben werde. Mit den Raketen einer neuen Generation wolle Russland die atomare Abschreckung aufrecht erhalten, sagte Medwedew.

Die Pläne stünden in völligem Einklang mit den Verhandlungen mit den USA. Diese Gespräche für ein zweites Abkommen zum Abbau strategischer Atomwaffen aus den Zeiten des Kalten Krieges (Start II) stünden kurz vor dem Abschluss, sagte Medwedew. (sda)

Deine Meinung