Martina Hingis in Rom im Viertelfinal

Aktualisiert

Martina Hingis in Rom im Viertelfinal

Martina Hingis (WTA 21) steht in Rom im Viertelfinal. In ihrem zweiten Spiel setzte sich die einstige Weltranglisten-Erste 6:0, 7:5 gegen Lokalmatadorin Francesca Schiavone (WTA 11) durch. Nächste Gegnerin ist Flavia Pennetta (It) oder Anabel Medina Garrigues (Sp).

WTA-Turnier in Rom, Achtelfinals:

Martina Hingis - Francesca Schiavone 6:0, 7:5

Hingis im Viertelfinal gegen Anabel Medina Garrigues (Sp) oder Flavia Pennetta (It/15).

Patty Schnyder - Venus Williams ca. 20.30 Uhr

Nach einem Blitzstart komplizierte sich die Partie für Hingis etwas. Schiavone, die der Trübbacherin in den ersten beiden Partien keinen Satz abgenommen hatte, besass zwei Bälle zum 4:0 und führte 4:1 und 5:4. Mit vielen Fehlern in der Schlussphase erleichterte sie dann der allerdings wiederum sehr offensiv aufspielenden und sehr gut aufschlagenden Hingis die Aufgabe. Einmal mehr erwies sich das in sechs Endspielen noch sieglose Laufwunder als relativ nervenschwach. Hingis war zufrieden: «Ich bin froh, dass ich bei dieser Hitze nicht drei Sätze bestreiten musste.»

Wieder in den Top 20

Am Montag nächster Woche wird Hingis auch vom Computer wieder da ausgespuckt, wo sie aufgrund ihrer Klasse schon lange wieder hingehört: In den Top 20. Die 25-Jährige, die im elften Turnier seit ihrem Comeback zum achten Mal (mindestens) den Viertelfinal erreicht hat, kann auch in den nächsten sieben Turnieren noch voll punkten. Sie braucht nun noch einen Sieg, um die Nummer 17 zu werden und damit nach der Absage von Lindsay Davenport sicher Aufnahme unter den Top 16 der Gesetztenliste für das French Open zu finden. «Das wäre schon ein Ziel und würde mir für Roland Garros helfen», so Hingis.

Ein Sieg heute würde für Hingis auch ein Jubiläum bedeuten; sie hat auf der Tour bislang 499 Partien gewonnen. Allzu grosse Bedeutung misst sie dieser Tatsache nicht zu: «Schön zu wissen, aber das ist mehr für die Statistiker.»

Oprandis Märchen

Der Höhenflug von Romina Oprandi (WTA 133) hält an. Die 20-jährige Bernerin, die seit zwei Jahren für Italien spielt, qualifizierte sich mit dem 6:0, 6:1 gegen Vera Zwonarewa (WTA 67) für die Viertelfinals.

Das Turnier im Foro Italico ist für Oprandi, die sich nach Differenzen mit Swiss Tennis zum Start für das südliche Nachbarland entschieden hat, wie ein Märchen. Vor einer Woche angereist, fragte sie um eine Wildcard für die Qualifikation nach und erhielt diese auch, während ihr das Freibillett für das Haupttableau verwehrt blieb. Fünf Siege später hat sie ein Preisgeld von 26 000 Dollar sowie 75 Weltranglistenpunkte auf sicher, womit sie aller Voraussicht nach am Montag erstmals unter den Top 100 auftauchen wird.

Betreut wird Romina seit zehn Wochen von ihrem älteren Bruder Romeo. Der Interclub-Spieler des TC Zollikofen, der am Sonntag bei vorheriger Niederlage seiner Schwester sein Team im Nachtragsspiel gegen den TC Zug anführen würde, beurteilt seine «Arbeitgeberin» so: «Sie ist technisch sehr stark. Physisch hat Romina aber auf diesem Niveau sicher noch Steigerungspotenzial.» Heutige Gegnerin von Oprandi ist die Russin Swetlana Kusnezowa (WTA 10), eine der heissesten Spielerinnen im Hinblick auf Paris. (si)

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