Aktualisiert 06.04.2020 07:36

- 18 Prozent Umsatz

Martullos Ems-Chemie leidet unter Corona-Krise

Der Chemiekonzern Ems weist einen tieferen Quartalsumsatz aus. Bei medizinischen Anwendungen könnte das Unternehmen von Corona profitieren.

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Von Januar bis März ging der Umsatz vom Ems um 18 Prozent auf 496 Millionen Franken zurück, wie der Konzern am Montag mitteilte. Im Bild: EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher diskutiert Anfang März mit der Nationalratspräsidentin Isabelle Moret übers Tragen von Masken.

Von Januar bis März ging der Umsatz vom Ems um 18 Prozent auf 496 Millionen Franken zurück, wie der Konzern am Montag mitteilte. Im Bild: EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher diskutiert Anfang März mit der Nationalratspräsidentin Isabelle Moret übers Tragen von Masken.

Keystone/Alessandro Della Valle
Organisch betrug das Minus rund 13 Prozent. Gewinnzahlen gibt Ems zum ersten Quartal jeweils nicht bekannt.

Organisch betrug das Minus rund 13 Prozent. Gewinnzahlen gibt Ems zum ersten Quartal jeweils nicht bekannt.

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Bereits 2019 habe sich die Weltkonjunktur verlangsamt und durch die staatlichen COVID-19-Massnahmen sei die Weltkonjunktur im ersten Quartal 2020 massiv getroffen worden, schreibt Ems weiter.

Bereits 2019 habe sich die Weltkonjunktur verlangsamt und durch die staatlichen COVID-19-Massnahmen sei die Weltkonjunktur im ersten Quartal 2020 massiv getroffen worden, schreibt Ems weiter.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Von Januar bis März ging der Umsatz um 18 Prozent auf 496 Millionen Franken zurück, wie der Konzern am Montag mitteilte. Organisch betrug das Minus rund 13 Prozent. Gewinnzahlen gibt Ems zum ersten Quartal jeweils nicht bekannt.

Bereits 2019 habe sich die Weltkonjunktur verlangsamt und durch die staatlichen COVID-19-Massnahmen sei die Weltkonjunktur im ersten Quartal 2020 massiv getroffen worden, schreibt Ems weiter. Besonders negativ habe sich dies auf die weltweite Automobilindustrie ausgewirkt, die um 25 Prozent einbrach. Während die chinesische Automobilindustrie inzwischen wieder an Fahrt gewonnen habe, seien alle anderen Autowerke weltweit aktuell jedoch für 3 bis 4 Wochen geschlossen.

Hohe Liquidität, viel Eigenkapital

Ems habe bereits früh Massnahmen getroffen, um die Mitarbeitenden zu schützen. In allen Ländern seien die Rohstofflager erhöht und Fertigproduktelager nahe bei den Kundenwerken errichtet worden. Die fünf chinesischen Ems-Produktionsstätten hätten am 10. Februar 2020 bereits wieder ihren Betrieb aufnehmen können.

Durch die bereits zuvor durchgeführten Effizienzprogramme und Kostenmassnahmen seien die negativen Auswirkungen auf die Profitabilität begrenzt worden. Das Management rechnet dennoch mit einem Gewinnrückgang. Im Gesamtjahr 2020 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) unter Vorjahr erwartet.

Ems verfüge über hohe Liquiditätsbestände und eine erfreuliche Eigenkapitalquote, wird weiter betont. Man sieht sich deshalb in guter Verfassung, «um Chancen am Markt rasch und flexibel wahrzunehmen». Das Unternehmen rechnet mit Zusatzgeschäften bei medizinischen Anwendungen, wie etwa Corona-Test-Röhrchen, Analysegeräten, Schutzbrillen, Beatmungsmasken, Beatmungsgeräten oder Desinfektionsfläschchen. (sda)

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