Aktualisiert 21.04.2006 14:20

Marvulli/Aeschbach an der WM auf Platz 5

Zum Abschluss der Bahn-WM in Bordeaux (Fr) ist Franco Marvulli/Alexander Aeschbach im Madison die Revanche für das letztjährige Desaster halbwegs geglückt. Die beiden Schweizer erreichten den 5. Platz.

An den Titelkämpfen des letzten Jahres in Los Angeles (USA) hatten der Zürcher und der Aarauer nicht einmal die halbe Distanz des 50-km-Rennens gut überstanden und hatten dann das WM-Rennen aufgegeben. Auf der schnellen 250-m-Bahn von Bordeaux hatte sich das Schweizer Duo vorgenommen, ein offensives Rennen zu fahren. Dabei musste es allerdings seine Taktik ändern, denn nach einem furiosen Auftakt und einem unverschuldeten Sturz Marvullis fuhren die Schweizer stets einem Rundenverlust hinterher.

Knapp vor halber Distanz starteten Marvulli/Aeschbach einen Vorstoss, der ihnen die fünf Punkte eines Wertungssprints sowie den einzigen Solo-Rundengewinn aller Teilnehmer eintrug. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die beiden Athleten von Coach Markus Nagel auf Medaillenkurs. Doch als auch anderen Teams wieder Rundengewinne gelangen, rutschten die beiden Schweizer wieder zurück. Mit einer weiteren Attacke 12 km vor Schluss sowie einer verzweifelten Hatz auf den Schlussrunden versuchten Marvulli/Aeschbach vergeblich, ihre Runde Rückstand noch aufzuholen. Weltmeister wurden die Spanier Isaac Galvez und Juan Llaneras vor Argentinien und der Ukraine.

Der 4. Platz von Karin Thürig in der Verfolgung der Frauen, die beiden 5. Ränge im Madison und im Punktefahren durch Alexander Aeschbach sowie der 8. Platz von Cédric Stoller im Keirin bilden die Top-Klassierungen der Schweizer an diesen Titelkämpfen. Unter dem Strich bleibt aber die Bilanz, dass der Schweizer Bahnsport erstmals seit Manchester (Gb) im Jahre 2000 ohne Medaillengewinn von einer WM zurückkehrt.

(si)

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