Neuer Algorithmus: Maschine sagt zukünftige Top-Models voraus
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Neuer AlgorithmusMaschine sagt zukünftige Top-Models voraus

Viele junge Frauen träumen von einer Modelkarriere. Ein neuer Algorithmus kann ihnen ihre Chancen jetzt ausrechnen.

von
lia
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Sie gehört zu den bestbezahlten Models der Welt, will aber keines mehr sein: Cara Delevigne gab erst kürzlich ihren Rückzug aus der Fashion-Industrie bekannt. Dabei würden viele Mädchen alles für eine Karriere als Model geben.

Sie gehört zu den bestbezahlten Models der Welt, will aber keines mehr sein: Cara Delevigne gab erst kürzlich ihren Rückzug aus der Fashion-Industrie bekannt. Dabei würden viele Mädchen alles für eine Karriere als Model geben.

epa/Facundo Arrizabalaga
Viele rennen von Casting zu Casting - und werden doch nie entdeckt. Dank einer Studie der Indiana University könnten sich einige Mädchen diese Anstrengungen in Zukunft sparen. (hier: Top-Model Adriana Lima)

Viele rennen von Casting zu Casting - und werden doch nie entdeckt. Dank einer Studie der Indiana University könnten sich einige Mädchen diese Anstrengungen in Zukunft sparen. (hier: Top-Model Adriana Lima)

Keystone/Evan Agostini
Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der vorhersagen kann, welche jungen Models in Zukunft für Jobs gebucht werden und welche nicht. (Hher: Top-Model Kendall Jenner)

Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der vorhersagen kann, welche jungen Models in Zukunft für Jobs gebucht werden und welche nicht. (Hher: Top-Model Kendall Jenner)

AP/Antonio Calanni

Cara Delevigne, Adriana Lima und Kendall Jenner haben geschafft, wovon viele junge Frauen weltweit träumen: Sie verdienen sich ihre Brötchen vor der Kamera oder auf den Laufstegen dieser Welt. Sie gehören zur obersten Model-Riege.

In der Fashion-Industrie ist es jedoch ein steiniger Weg nach oben. Viele rennen von Casting zu Casting – und werden doch nie entdeckt. Dank einer Studie der Indiana University könnten sich einige Mädchen diese Anstrengungen in Zukunft sparen.

Eine Art Kristallkugel für Models

Die Forscher um Jaehyuk Park haben einen Algorithmus entwickelt, der vorhersagen kann, welche jungen Models in Zukunft für Jobs gebucht werden und welche nicht. Konkret untersuchte man die Angaben zu 431 Models, die auf der Plattform «Fashion Model Directory» als «New Faces» (dt. neue Gesichter) gelistet wurden.

Dort sind allerlei Informationen zum Körperbau der Frauen, zur Anzahl und Art von bereits ergatterten Jobs und zur Model-Agentur ersichtlich. Letztere kategorisierte das Forscherteam nach Prestige und Erfolg. Zudem wurde die Präsenz der Frauen auf Instagram – wie viele Posts, wie viele Likes, wie viele und welche Art von Kommentaren das Model dort jeweils hat – untersucht.

«Wir haben herausgefunden, dass eine starke Social-Media-Präsenz am wichtigsten für die Karriere sein könnte»

Am Ende untersuchten sie alle Daten auf Korrelationen zwischen Körperbau, Social-Media-Aktivitäten und verbuchten Modeljobs. Diese wiederum wendeten sie auf die neuesten «New Faces» an und liessen den Algorithmus voraussagen, welche Frauen wie viele Laufsteg-Auftritte auf der diesjährigen New York Fashion Week bekommen würden – und lagen mit ihren Voraussagen goldrichtig.

Gleichzeitig machte das Team eine spannenden Entdeckung in Sachen Einflussfaktoren: «Wir haben herausgefunden, dass eine starke Social-Media-Präsenz wichtiger sein könnte als ein Vertrag mit einer prestigeträchtigen Modelagentur oder sogar mehr als die ästhetischen Standards der Industrie», heisst es im Bericht.

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