Aktualisiert 21.05.2013 14:33

Optimismus zu frühMaschinenindustrie noch nicht über dem Berg

Der Umsatz der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie fiel im ersten Quartal um 3,9 Prozent. Damit ist der bis vor wenigen Monaten herrschende Optimismus verflogen.

von
aeg

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie hat weiterhin mit der rezessiven Stimmung in Europa und ihrer schwierigeren Wettbewerbsposition aufgrund der Frankenstärke zu kämpfen. Im ersten Quartal sank der Umsatz der Branche um 3,9 Prozent.

Noch zu Beginn des Jahres hatte der Branchenverband Swissmem sich zurückhaltend optimistisch gegeben und die Hoffnung geäussert, dass die Talsohle der Krise überwunden sei. Am Dienstag teilte Swissmem nun mit, dass die Trendwende weiter auf sich warten lasse.

Silberstreif am Horizont sind einzig die Auftragseingänge aus dem Ausland: Diese sind nun drei Quartalen in Folge höher ausgefallen als in der jeweiligen Vergleichsperiode des Vorjahres. Für Swissmem ist das ein Zeichen dafür, dass die Anstrengungen der Unternehmen zur Kompensation währungsbedingter Nachteile langsam Früchte tragen.

Insgesamt verzeichnete die MEM-Industrie von Januar bis März aber dennoch einen um 0,8 Prozent tieferen Auftragseingang als noch 2012. Grund dafür ist die Absatzschwäche im Inland. Gemäss den Angaben der Swissmem betrug das Minus bei den Bestellungen aus dem Binnenmarkt 7,1 Prozent. Auch der Rückgang des Umsatzes fiel mit 7,8 Prozent im Inland ausgeprägter aus als jener in den Exportmärkten.

Die nicht in erhofftem Umfang eintreffenden Aufträge führen auch zu einer schlechten Auslastung der Produktionskapazitäten: Diese lag im ersten Quartal mit 82,2 Prozent erneut tiefer als im Dreimonatsabschnitt davor, als Personalressourcen und Maschinen zu 83,6 Prozent ausgelastet waren.

Trotz der grösstenteils negativen Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres zeigen sich die Unternehmen der MEM-Branche für die nahe Zukunft optimistisch: 42,1 Prozent rechnen damit, dass die Bestellungseingänge in den kommenden zwölf Monaten wieder anziehen werden, wie eine Umfrage der Swissmem ergab.

Dass positive Wachstumsimpulse nicht schon zu Beginn dieses Jahres zu beobachten waren, nachdem es in den Monaten davor doch bereits Anzeichen für eine Erholung der Situation gegeben hatte, führt der Branchenverband auf die rezessive Tendenz in der EU, dem Hauptabnahmemarkt der Schweizer MEM-Industrie, zurück. (aeg/sda)

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