Masern-Epidemie: EU warnt vor Euro

Aktualisiert

Masern-Epidemie: EU warnt vor Euro

Ein Schüler aus dem Baselbiet soll schuld an einer Masern-Epidemie sein, die in drei Ländern schon 260 Krankheitsfälle forderte.

von
Andrea Schmits

Ein Muttenzer Schüler hat wohl in Österreich eine Masern-Epidemie ausgelöst. Auch in Deutschland und Norwegen kam es mittlerweile zu Ausbrüchen. Der Schüler gehört zu

einer Orchestergruppe der Freien Oberstufe Baselland (FOS), welche Rudolf-Steiner-Schüler zusammenführt, wie die «NZZ am Sonntag» berichtete. Anfang März reiste die Gruppe in ein Klassenlager nach Salzburg, wo sie gemeinsam in einer Turnhalle der Waldorfschule (Rudolf-Steiner-Schule) übernachtete. Dort erkrankte der Muttenzer Schüler am 7. März als Erster an den Masern.

In der Folge steckten sich 202 österreichische, 53 deutsche und vier norwegische Schüler mit dem Virus an. Die Salzburger Schule musste für drei Wochen geschlossen werden und lässt nun nur noch geimpfte Kinder zu. Kantonsarzt Dominik Schorr glaubt, die FOS treffe keine Schuld: «Das konnte man nicht vorhersehen.» In der Schweiz wütet derzeit die grösste Masern-Epidemie seit 1999.

Masern-Alarm vor Euro 08

47 Tage vor dem Anpfiff der Euro 08 schlagen Experten Alarm: Österreich und die Schweiz wurden aufgrund der vielen Masern-Fälle von der EU aufgefordert, ausreichend Impfstoff bereitzustellen. Das European Center for Disease Prevention and Control hat für die Fussball-EM eine offizielle Warnung und eine Impfempfehlung ausgesprochen. An der Euro werden hunderttausende Menschen erwartet.

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