05.09.2020 06:15

Verzeigung droht«Maske am Rückspiegel ist wie Navi mitten in der Frontscheibe»

Die Stadtpolizei Uster trifft derzeit häufig auf Masken, die am Rückspiegel hängen. Sie weist darauf hin, dass das nicht erlaubt ist.

von
Thomas Mathis
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Bei einer Maske am Rückspiegel droht eine Verzeigung.

Bei einer Maske am Rückspiegel droht eine Verzeigung.

Stadtpolizei Uster via Twitter

Darum gehts

  • Eine Maske am Rückspiegel schränkt die Sicht beim Autofahren ein.
  • Deshalb droht eine teure Verzeigung der Polizei.

Wohin mit der Maske im Auto? Irgendwo verstauen oder doch am Rückspiegel aufhängen? Letzteres könnte teuer werden. Es droht eine Verzeigung. «Es ist vorbildlich, dass die Maskenpflicht ernst genommen wird», schreibt die Stadtpolizei Uster in einem Tweet. Doch die Maske dürfe nicht die Sicht im Verkehr einschränken. Bei Verkehrskontrollen treffe man derzeit häufig auf solche Bilder.

«Eine Maske am Rückspiegel ist wie ein Navi-Gerät, das mitten in der Frontscheibe befestigt ist», sagt Ralph Marthy, Chef Sicherheits- und Verkehrspolizei der Stadtpolizei Uster. Solche Sichtbehinderungen seien nicht erlaubt und könnten verzeigt werden. «Der Fahrzeuglenker muss – bei einer Augenhöhe von 75 Zentimetern über der Sitzfläche – ausserhalb eines Halbkreises von 12 Metern Radius die Fahrbahn frei überblicken können», so Marthy.

Auf eine Verzeigung wegen der Maske würden die Beamten aber meist verzichten. «Sie nutzen ihren Ermessensspielraum und belassen es dabei, die Personen zu ermahnen.» Eine Verzeigung beim Statthalteramt kann teuer werden. Zur Busse kommen noch meist verhältnismässig hohe Gebühren dazu.

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