Eklat im Dorfladen - Maskenverweigerer erteilt Verkäuferin eine Ohrfeige
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Eklat im DorfladenMaskenverweigerer erteilt Verkäuferin eine Ohrfeige

Im Volg in Zäziwil ohrfeigte ein Kunde eine Angestellte, nachdem diese ihn auf die Maskenpflicht aufmerksam machte. Ein Einzelfall, heisst es beim Detailhändler.

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Eklat im Dorflädeli: Im Volg in Zäziwil wurde eine Verkäuferin von einem Kunden geohrfeigt. 

Eklat im Dorflädeli: Im Volg in Zäziwil wurde eine Verkäuferin von einem Kunden geohrfeigt.

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Sie hatte ihn zuvor mehrmals darauf hingewiesen, dass im Geschäft eine Maske zu tragen sei.

Sie hatte ihn zuvor mehrmals darauf hingewiesen, dass im Geschäft eine Maske zu tragen sei.

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Volg hat die Tätlichkeit zur Anzeige gebracht.

Volg hat die Tätlichkeit zur Anzeige gebracht.

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Darum gehts

  • Im Dorfladen in Zäziwil BE hat ein Kunde eine Verkäuferin geohrfeigt.

  • Dies, weil sie ihn mehrmals auf die Maskenpflicht aufmerksam machte.

  • Volg spricht von einem Einzelfall.

  • Laut der Gewerkschaft Syna kommt es in Geschäften immer wieder zu Konflikten wegen der Maskenpflicht.

Im Volg in Zäziwil ist es kürzlich zu einer Tätlichkeit gekommen: Trotz mehrfacher Aufforderung des Ladenpersonals weigerte sich ein Kunde, eine Gesichtsmaske aufzusetzen. «In der Folge kam es seinerseits zu einer Tätlichkeit, die zwischenzeitlich zur Anzeige gebracht wurde», erklärte Volg-Sprecherin Tamara Scheibli gegenüber der «Berner Zeitung». Gemäss Aussagen aus dem Dorf soll der Mann die Angestellte geohrfeigt haben.

Laut Marco Geu, Zentralsekretär bei der im Detailhandel verwurzelten Gewerkschaft Syna, ist eine Ohrfeige zwar «sicher keine alltägliche Eskalation». Aber: «Leider kommt es hin und wieder vor, dass Mitarbeitende von Kundinnen und Kunden tätlich angegangen werden.» Während Corona habe es «immer wieder Konflikte wegen der Maskenpflicht und nicht eingehaltenen Hygiene- und Abstandsregeln» gegeben.

Maskenverweigerer bilden die Ausnahme

Volg-Sprecherin Scheibli spricht von einem Einzelfall. Die grosse Mehrheit der Kundinnen und Kunden halte sich an die Maskenpflicht. Wenn jemand den Laden zum ersten Mal ohne Mundschutz betrete, biete man ihm oder ihr «gern eine Gratis-Maske an». Notorische Maskenverweigerer seien sehr selten. Tritt dennoch mal ein solcher Fall auf, «wird der Kunde gebeten, den Laden zu verlassen».

Auch bei Migros und Coop weiss man von keinen Handgreiflichkeiten im Zusammenhang mit der Maskenpflicht. Migros-Sprecherin Andrea Bauer räumt jedoch ein, dass es im Verkaufsalltag generell immer wieder schwierige Situationen gebe: «Diese zu meistern und mit gutem Gespür zu handhaben, gehört zum Beruf dazu und wird entsprechend trainiert.»

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(sul)

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