Maskierter ersticht Kind in Schule
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Maskierter ersticht Kind in Schule

Eine Grundschule in den Niederlanden ist zum Tatort eines unvorstellbaren Verbrechens geworden: Ein maskierter Mann stürmte in die Schule und tötete einen 8-jährigen Jungen. «Offenbar wurde dem Kind die Kehle durchgeschnitten», sagte eine Anwohnerin.

Die Bluttat spielte sich gegen 11.15 Uhr in einem Klassenraum der Klim-Op-Schule in Hoogerheide mit, das in der Nähe der belgischen Grenze im westlichen Nord-Brabant liegt.

Der Täter floh, doch die Polizei konnte um 14 Uhr einen 22-jährigen Verdächtigen festnehmen. Bei der Grossfahndung wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Der Viertklässler Jesse Dingemans hatte die Aula - wo seine Klasse Computerunterricht hatte - verlassen dürfen, weil er mit der Arbeit früher fertig war. Er ging zum Klassenzimmer, um etwas zu holen, und lief dort offenbar seinem Mörder in die Arme. Als ihn die Klassenlehrerin und der Schuldirektor suchen gingen, weil er nicht in die Aula zurückkam, fanden sie ihn mit schweren Halsverletzungen.

Die Bluttat geschah demnach nicht vor den Augen der Klasse.

In der schockierten Gemeinde sagte eine Nachbarin dem Fernsehsender, möglicherweise handele es sich bei dem Täter um den Vater des Kindes. «Ich habe gehört, dass es ein Familiendrama war», erklärte die Frau, deren Name als Frau Schot angegeben wurde. «Offenbar wurde dem Kind die Kehle durchgeschnitten und es gibt da ein Gerücht, dass es der Vater war.»

Dieses Gerücht wurde inzwischen dementiert: Der Verdächtige und Jesse seien nicht verwandt. Noch sei nicht bekannt, ob sich Täter und Opfer gekannt hätten.

Nach Angaben der niederländischen Zeitung «de Volkskrant» handelt es sich beim Vater des Opfers um den Leiter einer Filiale der Rabobank in Halsteren. (sda)

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