Özil will Lohn übernehmen: Maskottchen entlassen, aber Spieler für 50 Millionen geholt

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Özil will Lohn übernehmenMaskottchen entlassen, aber Spieler für 50 Millionen geholt

Während Corona wollte er nicht auf sein Gehalt verzichten, nun bietet Özil an, jenes des Gunnersaurus zu zahlen, um das Maskottchen vor der Entlassung zu retten.

von
Etienne Sticher
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Der Gunnersaurus hat ausgedient: Arsenal entlässt den Mann unter dem Kostüm.

Der Gunnersaurus hat ausgedient: Arsenal entlässt den Mann unter dem Kostüm.

Foto: Simon Stacpool (Getty Images/Offside)
27 Jahre lang arbeitete Jerry Quy als Maskottchen für die Gunners.

27 Jahre lang arbeitete Jerry Quy als Maskottchen für die Gunners.

Foto: James Williamson (Getty Images/AMA)
Doch wenn keine Fans im Stadion sind, braucht es ihn nicht.

Doch wenn keine Fans im Stadion sind, braucht es ihn nicht.

Foto: Paul Miller (Getty Images/ICC)

Darum gehts:

  • Arsenal hat sein Maskottchen Gunnersaurus nach 27 Jahren entlassen.
  • Gleichzeitig verpflichteten die Londoner Thomas Partey für 50 Millionen Euro.
  • Mesut Özil will nun den Lohn übernehmen und so die Entlassung abwenden.
  • Während Corona verweigerte der Deutsche noch einen Gehaltsverzicht.

Diese Woche verkündete der FC Arsenal gleich zwei Neuigkeiten. Eine, die die Fans erfreute: Von Atlético Madrid kommt Thomas Partey. Für 50 Millionen Euro konnten ihn die Gunners aus seinem Vertrag in Spanien freikaufen. Die zweite hingegen gefiel den Fans gar nicht: Gunnersaurus, das Maskottchen, wird Opfer von Sparmassnahmen. Nach 27 Jahren wird Jerry Quy, der Mann unter dem Kostüm entlassen.

Er sei unnötig geworden, da es im Stadion keine Fans hat, die er unterhalten könne, vermeldete der Verein. Gemäss ESPN wird der Gunnersaurus aber wiederauferstehen, wenn die Stadien wieder gefüllt werden dürfen.

Doch die Fans sind mit der Art und Weise, wie der Londoner Club Geld ausgibt, überhaupt nicht einverstanden. Denn bereits kurz zuvor wurden 55 Mitarbeiter entlassen. Trotzdem waren die Gunners auf dem Transfermarkt aktiv, gaben über 80 Millionen Euro aus und bezahlen ihrem Neuzugang Willian fast 250’000 Euro pro Woche.

Dieses Vorgehen kommt auch bei den Spielern nicht gut an. Mesut Özil, der zuletzt nicht mehr häufig zum Einsatz kam, bot via Twitter sogar an, das Gehalt von Quy zu bezahlen, solange er ein Gunner ist. Der Deutsche fiel während der Corona-Krise negativ auf. Als einer von wenigen Spielern stimmte der Topverdiener einer Gehaltsreduktion um 12,5 Prozent nicht zu, sondern bestand auf seinem Gehalt von über 380’000 Euro wöchentlich.

Dies brachte ihm viel Kritik der Fans ein. Mit seinem Angebot aber scheint er deren Gunst wieder zu gewinnen. Arsenal hat sich aber noch nicht dazu geäussert. Das Verhältnis zwischen Verein und Spieler ist angespannt. Ein Abgang des 31-Jährigen wäre den Londonern eigentlich recht gewesen, doch Özil wird trotz wenigen Einsätzen aller Voraussicht nach seinen Vertrag bis 2021 erfüllen.

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