Massa siegt - Heidfeld Vierter
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Massa siegt - Heidfeld Vierter

Felipe Massa hat den Grand Prix von Bahrain hoch überlegen vor dem wiederum erstaunlichen Neuling Lewis Hamilton gewonnen. Nick Heidfeld sorgte als Vierter im BMW-Sauber für ein Glanzlicht. Robert Kubica wurde Sechster.

Heidfeld war wohl schon in Australien und in Malaysia Vierter geworden. Der neueste vierte Rang hat allerdings deutlich mehr Gewicht als die vorangegangenen. In Melbourne hatte er davon profitiert, dass Massa nach einem Getriebeschaden und einem Motorwechsel von ganz hinten hatte starten müssen, in Sepang war ihm das misslungene Überholversuch des Brasilianers gegen Hamilton zupass gekommen.

Diesmal war Heidfeld nicht auf technische Mängel oder Fehler der Konkurrenz angewiesen - im Gegenteil. In der 32. von 57 Runden setzte er seiner grandiosen Vorstellung die Krone auf, als er Weltmeister Fernando Alonso im scheinbar übermächtigen McLaren-Mercedes in einer Rechtskurve aussen passierte. Robert Kubica holte als Sechster zwar seine ersten WM-Punkte in diesem Jahr, mit seinem Teamkollegen vermochte der Pole aber nie mitzuhalten.

Bestes Teamergebnis für BMW-Sauber

Mit den Rängen 4 und 6 egalisierten Heidfeld und Kubica das beste Teamergebnis für BMW-Sauber. In der vergangenen Saison hatten Heidfeld und Jacques Villeneuve in Australien die gleichen Platzierungen erreicht.

Der dritte Sieg von Massa, der in der Vorsaison in der Türkei und in seiner Heimat Brasilien triumphiert hatte, war nie in Gefahr. Bis zum ersten Boxenstopp betrug der Vorsprung auf Hamilton nie mehr als eine gute Sekunde. Nach dem ersten Zwischenhalt vermochte aber auch der Rookie dem Südamerikaner nicht mehr zu folgen. Massa muss danach ein Stein vom Herzen gefallen sein, zumal er nach seinem Fehler vor einer Woche in Malaysia aus der Pole-Position nur Fünfter geworden war und dafür in der Kritik gestanden hatte.

Rekord von Lewis Hamilton

Der erneut überzeugende Lewis Hamilton beendete auch seinen dritten Grand Prix unter den ersten drei, nachdem er zuvor Dritter und ebenfalls Zweiter geworden war. Der Engländer hat sich damit einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern gesichert. Er ist der erste Fahrer in der Formel 1, der nach seinen ersten drei Rennen immer auf dem Podest gestanden hat.

Aufregung gabs kurz nach dem Start in den hintersten Regionen des Feldes, als Adrian Sutil im Spyker, Jenson Button im Honda und Scott Speed im Toro Rosso kollidierten. Derweil Button und Speed zur Aufgabe gezwungen wurden, nahm Sutil das Rennen wieder auf, nachdem er eine neue Frontpartie ausgefasst hatte. Zur Bergung der Wracks der Autos des Briten und des Amerikaners wurde das Geschehen auf der Strecke während zwei Runden durch den Safety-Car neutralisiert.

GP von Bahrain in Sakhir. Schlussstand

1. Felipe Massa (Br), Ferrari.

2. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 2,3.

3. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 10,8. 4. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 13,8.

5. Fernando Alonso (Sp), McLaren-Mercedes, 14,4.

6. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 45,5.

7. Jarno Trulli (It), Toyota, 81,3.

8. Giancarlo Fisichella (It), Renault, 81,7.

9. Heikki Kovalainen (Fi), Renault, 89,4.

10. Nico Rosberg (De/Fi), Williams-Toyota, 89,9.

11. eine Runde zurück: Alexander Wurz (Ö), Williams-Toyota. 12. Ralf Schumacher (De), Toyota. 13. Rubens Barrichello (Br), Honda. 14. zwei Runden zurück: Christijan Albers (Ho), Spyker-Ferrari. 15. vier Runden zurück: Adrian Sutil (De), Spyker-Ferrari. 16. sechs Runden zurück: Anthony Davidson (Gb), Super Aguri-Honda.

WM-Stand (nach 3 von 17 Rennen):

1. Alonso 22.

2. Räikkönen 22.

3. Hamilton 22.

4. Massa 17. 5. Heidfeld 15. 6. Fisichella 8. 7. Trulli 4. 8. Kubica 3. 9. Rosberg 2. 10. Kovalainen 1. 11. Schumacher 1. (si)

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