Kiss-in: Massen-Küsserei für Homo-Rechte
Aktualisiert

Kiss-inMassen-Küsserei für Homo-Rechte

Der Rauswurf eines schwulen Paars aus einem Londoner Pub rief die Homosexuellen-Community auf den Plan: Mit einer Küss-Aktion rächten sie sich an den intoleranten Gastwirten.

Hunderte schwule und lesbische Paare haben sich in London vor einem Pub zu einer Massen-Küsserei versammelt, um gegen Intoleranz zu demonstrieren. Das «kiss-in» am Freitagabend war organisiert worden, nachdem die Betreiber der Kneipe in der Londoner Innenstadt ein schwules Paar herausgeworfen hatten, weil die beiden sich dort geküsst und umarmt hatten.

Nachdem sich die Demonstranten vor dem Pub getroffen und dort über mehrere Minuten symbolisch geküsst hatten, kamen spontan weitere, auch heterosexuelle Teilnehmer dazu, und setzten die Kuss-Aktion bis zum späten Abend fort.

Die beiden Männer waren aich nach eigenen Angaben am Mittwoch auf ihrem ersten Date im Pub näher gekommen. Daraufhin seien sie von einer der Besitzer - einer Frau - angesprochen worden, ihr Verhalten sei «obszön» und sie sollten die Kneipe verlassen, berichteten sie.

Der Protest war über das Internetnetzwerk Facebook organisiert worden und sollte eigentlich im Pub selber stattfinden. Als die Besitzer davon erfuhren, schlossen sie für den Abend. Die Demonstranten hingen Regenbogen-Flaggen auf und hinterliessen Lippenstift-Kussmünder auf den Fensterscheiben. (sda)

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