Keine Ruhe: Massendemo gegen neue Regierung
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Keine RuheMassendemo gegen neue Regierung

Auch der Amtsantritt einer neuen Regierung hat den Protesten in Thailand kein Ende gesetzt: Mehr als 30 000 Anhänger des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zogen durch Bangkok.

Vor dem Sitz der Regierung des neuen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva verlasen Demonstranten eine Liste mit Forderungen. Unter anderem verlangten sie die Wiedereinsetzung der nach dem Sturz Thaksins ausser Kraft gesetzten Verfassung.

Die Wortführer der Demonstranten setzten der Regierung Abhisits eine Frist von zwei Wochen zur Erfüllung der Forderungen. Für den Fall, dass dies nicht geschehe, kündigten sie tägliche Kundgebungen im Regierungsviertel an.

Erst gegen Mitternacht (Ortszeit) löste sich die Menge auf. Die Kundgebung verlief nach Polizeiangaben friedlich, sie wurde von mehr als 5000 Sicherheitskräften begleitet.

Regierungschef Abhisit von der neu gegründeten Demokratischen Partei war erst Mitte Dezember von den Oppositionsparteien sowie Überläufern der Thaksin-freundlichen, bisherigen Regierungspartei PPP gewählt worden.

In Thailand tobt seit Thaksins Absetzung 2006 ein Machtkampf, im Zuge dessen unter anderem PPP-Gegner im vergangenen Jahr aus Protest die Flughäfen von Bangkok besetzten.

(sda)

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