Aktualisiert 20.04.2007 10:05

Massenexekution im Irak

Sunnitische Gruppen im Irak unter der Führung der Al Kaida haben im Internet die Exekution von 20 entführten Polizisten verkündet.

Die Polizisten seien vergangene Woche im Norden des Irak entführt worden, berichtet CNN.

«Nachdem die Frist abgelaufen ist, die der Islamische Staat im Irak der ungläubigen Regierung Maliki für die 20 Angestellten des Innen- und Verteidigungsministeriums gesetzt hat, hat das Scharia-Gericht entschieden, das Gesetz Gottes an ihnen zu vollziehen», teilte der «Islamische Staat im Irak», eine Allianz sunnitischer Gruppen unter Führung der Al Kaida, am Dienstag in einer Verlautbarung im Internet mit. Zudem wurde ein Video der Exekution angekündigt.

Die sunnitischen Gruppen hatten der Regierung Maliki am Freitag zuvor ein Ultimatum von 48 Stunden gestellt. Verlangt wurde dabei unter anderem die Freilassung von «sunnitischen moslemischen Schwestern, die in den Gefängnissen des Innenministeriums seien».

Weiter forderte der «Islamische Staat im Irak» die Auslieferung von Angehörigen des Innenministeriums, «die an der Vergewaltigung unserer Schwester Sabrin al-Janabi teilgenommen haben» sowie von «jenen, die unsere Leute in Tel Afar getötet und vertrieben haben, und jenen, die bei der Vergewaltigung unserer Schwestern dort mitgemacht haben.»

Sabrin al-Janabi ist der Name einer Frau, die die Mitglieder der mehrheitlich schiitischen Polizei in Bagdad beschuldigt hatte, sie vergewaltigt zu haben. Sunnitische Kreise glaubten den Anschuldigungen der Frau, während Regierungschef Maliki, ein Schiit, sie von sich wies. Im März waren deswegen von derselben Gruppe bereits 18 Mitarbeiter des Innenministeriums entführt worden.

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