Popstar Morrissey: Massenmord von Oslo? McDonald's ist schlimmer

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Popstar MorrisseyMassenmord von Oslo? McDonald's ist schlimmer

Der britische Sänger Morrissey sorgt als Hardcore-Vegetarier regelmässig für Schlagzeilen. Nun verkündet er, das Töten von Tieren für Fast Food sei schlimmer als die Attentate in Norwegen.

von
lah

Er ist als strikter Tierrechtler und Fleischverteufler bekannt. Doch jetzt ging Sänger Morrissey in seinem Vegetarierwahn zu weit. Bei einem Konzert in Warschau machte er folgenden irren Vergleich: «Wir leben alle in einer mörderischen Welt, wie die Ereignisse in Norwegen und 97 Tote beweisen. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was jeden Tag bei McDonald's und Kentucky Fried Shit passiert.» Danach stimmte er das Lied «Meat is Murder» (deutsch: Fleisch ist Mord) an.

Die Fans des 52-Jährigen reagierten schockiert. Auf der Internetseite «morressey-solo.com» machten sie ihrem Ärger Luft. «Ich war mal ein Fan von ihm, aber heute schmiss ich alle meine Platten in den Müll. Konnte nach seinem Statement keinen passenderen Platz finden», schrieb ein Kommentator. Handelt es sich womöglich nur um einen Ausrutscher, den der Brite längst bereut? Leider nein. «Morrissey hat sich zu keinem weiteren Kommentar entschieden, da er glaubt, sein Statement spreche für sich selbst», liess der Pressesprecher des Sängers verlauten. Für Aufregung sorgte auch sein Statement über die Chinesen: «Haben Sie gesehen wie die mit Tieren umgehen? Absolut entsetzlich. Man kommt nicht umhin zu glauben, dass die Chinesen Untermenschen sind.»

Fleischrazzia

Popstar Morrissey sorgte damit nicht zum ersten Mal für Kopfschütteln. Bei einem Konzert in Middlesbrough Anfang Juli 2011 liess er alle Konzertbesucher nach Fleischprodukten durchsuchen. Der Sänger, der sich seit seinem elften Lebensjahr vegetarisch ernährt, wollte sicherstellen, dass sein Konzert hundertprozentig fleischfrei bleibt.

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