Aktualisiert 11.08.2009 10:00

AusgerastetMassenschlägerei im Cisalpino

Schon wieder sorgt ein Cisalpino für Schlagzeilen – doch dieses Mal kann er nichts dafür: In einem Cisalpino-Zug haben sich gestern 18 Personen eine heftige Schlägerei geliefert. In drei Wagen wurde wild geprügelt. Die Schläger stammen allesamt aus Italien.

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meg/sda

Der Zug hatte Zürich kurz nach 17 Uhr verlassen und befand sich auf dem Weg nach Mailand. Plötzlich kam es zu einer Massenschlägerei: Zwei Gruppen von insgesamt 18 Personen seien aufeinander losgegangen und hätten Schäden angerichtet, teilte ein Sprecher der Cisalpino AG mit. Der Zugbegleiter hatte wegen der Schlägerei die Polizei gerufen, worauf der Zug in Erstfeld UR um 18.47 Uhr angehalten wurde.

Die Schläger hätten einen Notfallhammer und einen Feuerlöscher an sich genommen, sagte Cisalpino-Sprecher Renzo Cicillini. Die Prügelei habe sich auf drei Wagen ausgedehnt. Weil Pulver aus dem Staubfeuerlöscher versprüht worden sei, seien auch Unbeteiligte zu Schaden gekommen, sie hätten an Atembeschwerden gelitten.

30 000 Franken Sachschaden

Der Sachschaden beläuft sich auf 30 000 Franken, sagt Gabriel Eller, Sprecher der Kantonspolizei Uri, gegenüber 20 Minuten Online. Die Täter im Alter zwischen 18 und 25 Jahren seien alle italienische Staatsangehörige. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Es könne jedoch ausgeschlossen werden, dass es sich um Fussballfans handelt, so Eller.

Die Randalierer werden wegen Störung des öffentlichen Verkehrs und Sachbeschädigung angezeigt. Verletzt wurde niemand. Die beiden Gruppierungen wurden nach der Befragung separiert in unterschiedliche Reisezüge Richtung

Italien gesetzt.

20 Passagiere im Hotel untergebracht

In dem Zug befanden sich insgesamt rund 90 Passagiere. Es kam zu einer Verspätung von 84 Minuten. Gegen 20 Passagiere mussten in einem Hotel untergebracht werden, sagte Cicillini.

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