Obergericht: Massenverhaftung von Basel-Fans war rechtens
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ObergerichtMassenverhaftung von Basel-Fans war rechtens

Auch das Zürcher Obergericht stützt die im Dezember 2004 erfolgte Polizeiaktion, bei der 427 FC-Basel-Fans festgenommen und rund siebeneinhalb Stunden festgehalten worden sind.

Die III. Strafkammer wies den Rekurs gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft ab, wie das Obergericht am Freitag mitteilte.

Am 5. Dezember 2004 kam es im Vorfeld des Fussballspiels zwischen GC und dem FC Basel am Bahnhof Zürich-Altstetten zu einer grossangelegten Polizeiaktion. 427 der rund 650 in einem Extrazug angereisten Basler Fans wurden festgenommen und erst nach durchschnittlich siebeneinhalb Stunden wieder entlassen. Im März 2007 stellte die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich das Verfahren gegen die verantwortlichen Polizisten ein. Dagegen legten rund 60 Geschädigte beim Obergericht Rekurs ein.

Die III. Strafkammer des Obergerichts stützt nun aber mit Entscheid vom 5. August die Einstellung des Verfahrens. Sie wies den Rekurs mit der Begründung ab, dass weder die geplante Personenkontrolle noch die Massenfestnahme einen unrechtmässigen Eingriff in die persönliche Freiheit jedes einzelnen Fans darstellten.

Ebenso wenig könne den Verantwortlichen ein rechtlich relevanter Vorwurf bezüglich Haftdauer und -bedingungen gemacht werden. Es habe sich um eine erstmalige, ungeplante Aktion gehandelt, deren Ausmass nur schwer abschätzbar gewesen sei. Deshalb könne die Haftdauer von durchschnittlich siebeneinhalb Stunden «gerade noch als gerechtfertigt und als verhältnismässig betrachtet werden».

Auch die über elfstündige Haftdauer von wenigen Fans könne «als absolute Ausnahme» noch toleriert werden, liege aber an der Grenze des Verhältnismässigen. Auch die Verpflegung der Festgenommenen und deren Rückreisemöglichkeiten hätten laut Strafkammer besser organisiert werden müssen. (dapd)

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