Aktualisiert 18.12.2008 22:08

TierquälereiMassiv mehr Hunde werden gequält – sogar bis zum Tod

Hunde werden vermehrt Opfer von Tierquälerei. Verfechter der Tierrechte sind entsetzt.

von
Deborah Rast

Die Zahl der Tierschutzstrafverfahren bei Hunden haben 2007 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent zugenommen. Dies zeigt eine Auswertung der Stiftung für das Tier im Recht. In vielen dieser Strafverfahren ging es um Tierquälerei: In 50 Fällen wurden Hunde misshandelt. Das Spektrum der Misshandlungen reicht von Fusstritten bis zum brutalen Ende, das ein Mann seinem Hund mit der Axt bereitet hat. Zwei weitere Hunde wurden vergiftet, ein Hund absichtlich überfahren. Zudem gab es auch 62 Fälle, bei denen Hunde stark vernachlässigt wurden: Die Tiere wurden auf kleinstem Raum eingesperrt und mussten dort unter prekären hygienischen Bedingungen und ohne genügend Nahrung leben.

Die Zunahme der Zahl der Tierschutzverfahren bei Hunden hat verschiedene Gründe. Gieri Bolliger, Geschäftsleiter der Stiftung für das Tier im Recht: «Auf der einen Seite schaut die Gesellschaft den Hundehaltern stärker auf die Finger. Leider müssen wir auch vermuten, dass die Gewaltbereitschaft gegenüber Hunden gestiegen ist.» In St.Gallen und Zürich ging man am konsequentesten gegen Tierquäler vor.

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