26.03.2020 20:36

AustralienMassive Korallenbleiche am Great Barrier Reef

Teile des Great Barrier Reef sind wegen wärmerer Temperaturen erneut von einer massiven Korallenbleiche heimgesucht worden – der dritten binnen fünf Jahren.

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gab
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Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrössten Riffs, des Great Barrier Reef an der Nordküste von Australien, eine gemässigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen.

Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrössten Riffs, des Great Barrier Reef an der Nordküste von Australien, eine gemässigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen.

Tonyfeder
Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hohen Wassertemperaturen stossen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben.

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hohen Wassertemperaturen stossen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben.

Vlad61
Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

Caroline Jones

Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrössten Riffs, des Great Barrier Reef an der Nordküste von Australien, eine gemässigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) am Donnerstag mit.

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hohen Wassertemperaturen stossen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

Nicht alle gebleichten Korallen sterben

Das Great Barrier Reef dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344'000 Quadratkilometern aus und übertrifft damit die Grösse Italiens. Bereits 2016 und 2017 war geschätzt ein Drittel bis die Hälfte der Korallen abgestorben, nachdem sich die Meerestemperaturen erhöht hatten. Doch nicht alle gebleichten Korallen sterben: Leicht oder mittelschwer gebleichte Korallen können sich wieder erholen.

Die jetzt festgestellte Korallenbleiche ist den Angaben der Behörde zufolge auf wärmere Wassertemperaturen besonders im australischen Sommermonat Februar zurückzuführen. Derzeit beobachten Experten aus der Luft etwa 1000 Riffe, um das gesamte Ausmass der Korallenbleiche einzuschätzen, wie es weiter hiess. Die von Touristen meistbesuchten Riffs im Norden oder in der Mitte des Great Barrier Reef weisen lediglich eine moderate Bleiche auf, wie es hiess.

Klimawandel fördert Aussterben

Der Klimawandel stellt der Behörde zufolge nach wie vor die grösste einzelne Gefahr für das Riff dar. Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben würden, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius stiegen. (gab/sda)

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