Russland als Schlusslicht: Massive Preisunterschiede – nirgends ist der Big Mac so teuer wie bei uns

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Russland als SchlusslichtMassive Preisunterschiede – nirgends ist der Big Mac so teuer wie bei uns

Der «Big-Mac-Index» zeigt die Preisunterschiede zwischen Ländern anhand des Kaufpreises für einen Burger bei McDonalds. Während die Schweiz die Liste anführt, bildet Russland das Schlusslicht.

von
Benedikt Hollenstein
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In der Schweiz kostet ein Big Mac mit 6.50 Franken mit Abstand am meisten.

In der Schweiz kostet ein Big Mac mit 6.50 Franken mit Abstand am meisten.

imago images/Geisser
Der sogenannte «Big-Mac-Index» vergleicht die Preise des Burgers in Ländern um den Globus und zeigt anhand dieser gewisse Lebensmittelpreise in verschiedensten Nationen auf.

Der sogenannte «Big-Mac-Index» vergleicht die Preise des Burgers in Ländern um den Globus und zeigt anhand dieser gewisse Lebensmittelpreise in verschiedensten Nationen auf.

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Am günstigsten war der Big Mac bis vor kurzem in Russland: Mit 1.60 Franken liegt der Preis fast viermal so tief wie in der Schweiz.

Am günstigsten war der Big Mac bis vor kurzem in Russland: Mit 1.60 Franken liegt der Preis fast viermal so tief wie in der Schweiz.

REUTERS

Darum gehts

  • Der «Big-Mac-Index» vergleicht die Preise für einen Burger in Ländern rund um den Globus.

  • Mit 6.50 Franken kostet der Burger in der Schweiz mit Abstand am meisten.

  • In Russland kostet der Big Mac währenddessen nur rund 1.60 Franken.

Die Preisunterschiede zwischen dem teuersten und günstigsten Big Mac zeigen die deutlichen Wirtschaftsgefälle zwischen Ländern weltweit in einfacher Form auf. Der Preis für einen Big Mac liegt in der Schweiz nämlich vier Mal höher als in Russland. Mit einem Hamburger für CHF 6.48 arbeitet die Schweiz sich auf den ersten Platz der Big-Mac-Preisliste für das Jahr 2022 vor, weit vor Norwegen, dem zweiten Land in dieser Rangliste (CHF 5.93). Dies berichtet das Vergleichsportal «Hellosafe».

Auch im Mutterland des Big Macs müssen Kunden und Kundinnen für den Burger mit umgerechnet 5.40 Franken einen relativ stolzen Preis berappen. Nebst den USA und weiteren europäischen Ländern wie Schweden und Belgien finden sich in den Top zehn mit Uruguay und Venezuela auch zwei südamerikanische Länder. In Venezuela dürfte der Preis von umgerechnet 4.70 Franken vor allem durch die Inflation entstanden sein.

Isst du öfters bei McDonalds?

Die Schlusslichter des Index bilden Indonesien (2.20 Franken für einen Big Mac), die Türkei (1.75 Franken) und zu guter Letzt Russland, wo man einen Big Mac zumindest vor ein paar Monaten noch für 1.60 Franken bekam. Nach Beginn des Einmarsches russischer Truppen in der Ukraine zog sich der Fastfood-Gigant mit dem gelben M aus Russland zurück. Erst vor 32 Jahren eröffnete im damals noch sowjetischen Moskau die erste Mc-Donalds-Filiale in Russland – der Andrang war enorm.

«Lecker und fertig» statt McDonalds

Mittlerweile hat McDonalds angekündigt, sich komplett aus Russland zurückzuziehen. An seiner Stelle ist bereits eine generische Fast-Food-Kette mit dem Namen «Lecker und fertig» eröffnet worden. Diese hat auch das Grundkonzept, die Filialen und zu grossen Teilen das Menu von McDonalds übernommen.

In der Schweiz dürfte der Big Mac indess in Zukunft noch teurer werden, weil sich der inflationäre Hintergrund durch den Krieg in der Ukraine verstärkt. Dies wirkt sich auch auf Nahrungsmittel aus – laut Schätzungen von «Hellosafe» könnte der Kult-Burger bis Ende Jahr über 16 Prozent teurer werden und würde damit mehr als 7.50 Franken kosten. 

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